Text-Bild-Ansicht Band 78

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haben, daß sich Platten oder cylindrische Gefäße daraus gießen ließen; vorzüglich müßte es aber die Eigenschaft haben, daß es eben so wenig wie der Graphit von concentrirter oder verdünnter Salpetersäure angegriffen würde. Man könnte den beabsichtigten Zwei vielleicht durch eine Art Cementation, oder durch ein Umschmelzen des Gußeisens mit noch mehr Kohle in geschlossenen Gefäßen erreichen.

Für die Metallgemische oder Legirungen lassen sich hinsichtlich des galvanischen Verhaltens noch keine allgemeinen Regeln aufstellen; das Messing verhält sich meistens entweder eben so gut oder noch besser als Kupfer in der galvanischen Reihe; andererseits ist das Zinkamalgam noch besser als Zink, am besten aber fand der Verf. eine Verbindung von 38 Theilen Queksilber, 22 Th. Zinn und 12 Th. Zink.

Bei einer galvanischen Kette ist die ununterbrochene Leitung von einer Platte zur anderen die erste Bedingung der galvanischen Thätigkeit; eine metallische Leitung kann aus verschiedenen Drahtenden oder Streifen bestehen, die verschiedene Dimensionen haben, ja sogar von verschiedenen Metallen seyn können, wenn sie nur recht innig metallisch mit einander Verbunden sind. Dieß geschieht gewöhnlich durch Löthung; oft reicht es aber hin die Enden, nachdem sie vorher blank gemacht worden, stark zusammen zu drehen. Wenn man die Verbindungen so einrichten will, daß sie leicht gelöst und auseinander genommen werden können, so kann man sich auch der Klemmschrauben oder kleiner Gefäße bedienen, welche mit Queksilber gefüllt sind, in welches man die mit einander zu verbindenden Drahtenden gemeinschaftlich taucht. Diese Gefäße können von beliebiger Größe und Gestalt, von hartem Holz, Glas seyn. Fig. 1 ist ein Queksilbergefäß, welches unmittelbar an einen Draht festgeschraubt werden kann, der an einer Platte des galvanischen Apparates angelöthet ist. Diese Figur bedarf eben so wenig einer weitern Erklärung als die Figuren 2, 3, 4 und 5, unter welchen Fig. 2 eine einfache, an einem Drahte angelöthete, die anderen aber eine doppelte Klemmschraube zeigen. Zu breiten Streifen ist die Klemmschraube Fig. 6 zu empfehlen; a, b ist ein messingenes oder kupfernes Plättchen, welches in der Mitte den mit Schraubengewinden versehenen Stift trägt. Der Streifen e, f wird mit einem Loche oder Einschnitt versehen aufgestekt und dann mit der Schraubenmutter festgeklemmt. Es ist gut, wenn man von diesen Vorrichtungen einen Vorrath hat und darunter Klemmschrauben von verschiedenen Durchbohrungen, um Drähte von verschiedenen Dimensionen einklemmen zu können; die Schrauben müssen mit geränderten Köpfen versehen seyn, um sie bequem anziehen zu können; übrigens sind die Abbildungen in natürlicher Größe.