Text-Bild-Ansicht Band 78

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sich an ihn ansezt, abgelöst werden soll. i, k ist ein Thoncylinder und l, m ein hohler Zinkcylinder; n, o ein Kästchen von Blei oder Kupfer, mit durchlöcherten Wänden und Boden, welches als Vorrathsbehälter der Kupferkrystalle dient.

Die Einrichtung zum Ablassen der Flüssigkeit zeigt Fig. 14; sie beruht auf dem Princip des Hebers 26); a, b, c, d ist ein Gefäß mit dem Ablaßrohre e, f, welches durch den Boden geht und dessen obere Oeffnung mit dem Niveau der Flüssigkeit gleich steht. g, h ist ein oben geschlossenes, unten mit Ausschnitten versehenes Rohr, welches ich das Stülprohr nenne; es wird weggenommen, während der Apparat in Thätigkeit ist, damit die minder gesättigte Kupferlösung oben abfließen kann. Wenn an einem Apparat kein Vorrathsbehälter angebracht ist, muß man die gesättigte Kupferlösung durch einen Trichter mit langem Halse zugießen, so daß sie von Unten zutritt und die minder gesättigte oben heraustreibt. Soll die Flüssigkeit ganz abgelassen werden, so sezt man das Stülprohr auf und gießt noch etwas Flüssigkeit hinzu, so daß sie über der Oeffnung des Rohres e zu stehen kommt, dasselbe anfüllt und so einen Heber bildet, wodurch die ganze Flüssigkeit bis auf die Höhe der Ausschnitte abfließt; es versteht sich, daß der zwischen der oberen Oeffnung des Abflußrohres e, f und dem Stülprohre g, h vorhandene schädliche Raum nicht mehr vermindert werden muß, als es der freie Abfluß der Flüssigkeit erlaubt. Wenn Alles das gehörige Verhältniß hat, ist das Zugießen der Flüssigkeit über das Niveau der oberen Oeffnung kaum nöthig, weil einige Bewegungen des Rohres g, h auf und nieder genügen, um das Rohr e, f anzufüllen und den Heber in Thätigkeit zu sezen. Diese Vorrichtung ist auch sehr bequem, um mehrere Gefäße auf einmal zu entleeren; man befestigt dann sämmtliche Stülpröhren an einem gemeinschaftlichen Rahmen, um sie auf einmal niederlassen zu können. Das Ausflußrohr e, f darf nicht zu weit seyn, damit es sich leicht von selbst füllt. Um die Zinkflüssigkeit von Zeit zu Zeit zu erneuern oder wenigstens mit Wasser zu verdünnen, muß man sich ebenfalls eines Trichters mit langem Halse bedienen, damit die verdünnte Flüssigkeit von Unten zutritt und sich mit der gesättigten besser vermischt. Will man die Flüssigkeit gänzlich entleeren, so muß man das Thongefäß herausnehmen. Fig. 15 zeigt einen ähnlichen unterbrochenen Heber für die Zinkflüssigkeit. Der Boden des Kupfergefäßes a, b, c, d ist mit einem kleinen Ansazrohre versehen, in welchem ein ähnliches Ansazrohr, welches sich am Boden des Thoncylinders

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Diese sehr sinnreiche Einrichtung läßt sich zu vielen Zweken in den chemischen und anderen Fabriken benuzen. A. d. R.