Text-Bild-Ansicht Band 78

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e, f, g, h befindet, eingekittet ist. In der Oeffnung des lezteren ist wiederum ein Glasrohr i, k, l, m eingekittet, das bis zum Niveau der Flüssigkeit hinaufreicht. Das oben offene und unten mit Ausschnitten versehene (gläserne) Stülprohr n, o, p, q ist gehörig befestigt oder vor dem Schwanken gesichert und bleibt immer aufgestekt, damit beim Zugießen frischer Flüssigkeit die mehr gesättigte nach der Richtung der Pfeile abfließen kann. Sott die ganze Flüssigkeit abgelassen werden, so wird dieses Rohr weggenommen, und ein anderes, ganz wie das in Fig. 14 angegebene Rohr g, h aufgestülpt, wodurch das Abfließen ganz wie früher vor sich geht. Wenn Plaz genug vorhanden ist, kann das Rohr e, f, g, h, Fig. 15, so weit seyn, daß das zweite oben geschlossene Stülprohr bequem dazwischen geht.

Die Thongefäße sollen alle 5 bis 6 Tage mit Wasser ausgelaugt werden, um ihre Poren zu reinigen.

Die Größe der hier beschriebenen Apparate wird dadurch beschränkt, daß es schwer ist, sich Thoncylinder von ansehnlichen Dimensionen und zugleich mit dünnen Wänden zu verschaffen, indem dike Wände dem Strome vielen Widerstand darbieten. Man thut daher besser, mehrere kleinere Apparate zu einer gemeinschaftlichen Wirkung zu Vereinigen, und alle Kupfer- und alle Zinkcylinder unter sich zu verbinden. Fig. 16 stellt einen solchen Apparat dar, wo 9 Elemente in einem gemeinschaftlichen Behälter angebracht (und durch Klemmschrauben, die in der Zeichnung fehlen, vereinigt) sind, so daß sie ein Plattenpaar von 9facher Oberfläche bilden. Diese Apparate erfordern zwar viel Flüssigkeit, sind aber um so beständiger und wirksamer.

Um 40 Pfd. Kupfer in cohärenten Platten etc. zu erhalten, bedarf man etwa 41 Pfd. Zink, 51 Pfd. concentrirte Schwefelsäure und eine gehörige Menge Wasser, welche beiläufig 184 Pfd. krystallisirten Zinkvitriol geben.

Anwendung der Galvanoplastik.

Keine bisher bekannte Methode Copien durch Abguß oder Abdruk zu erhalten, bietet eine solche Sicherheit, Schärfe und Genauigkeit dar, wie die Galvanoplastik; auch fällt bei galvanischen Güssen jedes Nacharbeiten oder Ciseliren weg.

Das Ablösen der Copien vom Original geht (nach den: Abfeilen des übergreifenden Randes) immer gut von statten, wenn die reducirte Platte die gehörige Dike erlangt hat und das Kupfer des Originals selbst nicht schwammig, porös oder blättrig war, ferner die Züge nicht zu steil gravirt waren. Man kann auch leicht galvanische, eigens zum Graviren bestimmte Kupferplatten anfertigen, bei