Text-Bild-Ansicht Band 78

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Amber st. Bernstein; S. 144, Spiritusvini-Firniß st. Weingeistfirniß. Die Zahl der Drukfehler ist bedeutend, und manche darunter sind störend, wie z.B. Striken für Streken (S. 21), Frescol und Frescal für Fresnel (S. 78), Kuhdinger für Kuhdünger (S. 86), Drehgeflechte für Drahtgeflecht (S. 118), kleinere für bleierne (S. 119), Aufdekwelle für Aufdokwelle (S. 129), Corbanil für Courbaril (S. 140). – Gegen seine Gewohnheit liefert das Magazin diesesmal auch ein Paar Original-Artikel, nämlich im 3. Hefte die Beschreibung des Weberregulators von Reinicke (über welchen ich weiter unten aus dem Gewerbeblatt für Sachsen berichte), und eines in Plauen ausgeführten Trokenapparates für Baumwollzeuge. Lezterer besteht aus einem 8 bis 9 Fuß hohen, 4 Fuß breiten und 5 Zoll diken kupfernen Dampfkasten, vor und hinter welchem der Zeug auf und nieder geleitet wird. Zum Troknen eines Stükes von 40 Ellen soll nur erforderlich seyn: bei Musselin 7–8, Kambrik 13–14, Köper 25 Minuten. Seine Einfachheit kann diesem Apparate einen Plaz neben den Cylinder-Trokenmaschinen einräumen, welchen er jedoch in Schnelligkeit der Wirkung nachsteht.

III. Berliner polytechnische Monatsschrift
von Lindes. IV. Bd., Heft 6, 1839.

Dieses Heft (vom Jahrgange 1840 ist mir noch nichts zu Gesicht gekommen) enthält auf S. 401–405 eine Original-Mittheilung von Gentele, betreffend die technische Benuzung des basischen Chlorbleies, welches durch Zersezung des Kochsalzes mittelst Bleiglätte entsteht. Der Verfasser gibt die Verfahrungsarten an, durch welche man aus dem genannten Salze verschiedene Schattirungen von Chromgelb darstellen kann, und deutet auf einige andere Benuzungen hin. Es fehlen jedoch Nachweisungen über die Qualität der verschiedenen Producte und das Verhältniß der Erzeugungskosten; wiewohl anscheinend allerdings die hier empfohlene Chromgelb-Bereitung in Verbindung mit der von Chaptal vorgeschlagenen Methode der Soda-Bereitung (eben durch Kochsalz und Glätte) vortheilhaft zu seyn verspricht.

IV. Polytechnisches Archiv,
von Mendelssohn. Jahrgang 1840, Nr. 1–36.

Auf eine nicht zu verkennende Weise hebt sich diese Zeitschrift, welche in den vorliegenden 36 Nummern eine bedeutende Anzahl interessanter, theils eigenthümlicher, theils (mit Angabe der Quellen) entlehnter Aufsäze enthält. Die Auswahl ist durchaus zwekmäßig;