Text-Bild-Ansicht Band 80

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Regel höchstens 250 und wenigstens 120 Gramme brauche, um ein 65 Meter messendes Stük Zeug zu appretiren; 5) daß das Dextrin auch zum Verdiken der Beizen und der Tafeldrukfarben angewandt wird, und daß Hr. Rhem sich desselben zum Verdiken der Aezfarben bedient; 6) daß alle befragten Fabrikanten dahin übereinstimmen, daß das Dextrin der HHrn. Heuzé anderen Fabricaten vorzuziehen, daß es sorgfältiger bereitet und durchsichtiger als anderes Dextrin sey, daher auf schwarzem Grund gebraucht werden könne, ohne ihm den Glanz zu benehmen; daß die Arbeiter mit dessen Anmachung und Anwendung schon recht gut umzugehen wissen; daß man, wie sie sagen, es einige Tage mit dem Wasser stehen lassen müsse, um einen diken Schleim zu bekommen, ohne welche Maßregel es 3/4 seiner verdikenden Eigenschaft verlieren würde; 7) daß endlich alle eingeholten Erkundigungen sehr zu Gunsten des Heuzé'schen Dextrins sprechen. (Wir haben Hrn. Heuzé's Bereitungsart des Dextrins, welche sich derselbe in England patentiren ließ, schon im Jahrgang 1839 des polytechn. Journals, Bd. LXXIV. S. 307 mitgetheilt.

D. Red.)

LXXVIII. Ueber die Conservation des zur Nahrung bestimmten Fleisches; von M. Gannal.

Aus einem von den HHrn. Thenard, Magendie, Dumas und Séguier der Pariser Akademie erstatteten Bericht, in den Comptes rendus, 1841 No. 12.

Welche Substanz man auch als Aufbewahrungsmittel des Fleisches anwenden mag, so wird es immer von großem Vortheil seyn, sie durch Injection in dasselbe zu bringen, statt sie durch Einsaugung von Außen nach Innen, wie beim gewöhnlichen Einsalzen, langsam eindringen zu lassen. Man erreicht durch Injection, außer der Zeit- und Geldersparniß, eine gleichmäßige Vertheilung der conservirenden Substanz, während bei der Maceration, namentlich bei großen Stüken, die der Peripherie näheren Theile von dieser Substanz übersättigt werden müssen, ehe die inneren Theile die zur Verhütung ihrer Zersezung nöthige Menge erhalten.

Bei Untersuchung der statt des Kochsalzes zu diesem Zwek anzuwendenden Substanzen musterte Hr. Gannal auch die auflöslichen Alaunerdesalze, welche alle die Eigenschaft haben, die faule Gährung in thierischen Substanzen zu verhüten, deren einige aber dem Fleische entweder schädliche Eigenschaften oder einen unangenehmen Geschmak mittheilen würden. Keinen dieser Uebelstände theilt aber, nach Hrn. Gannal, die salzsaure Alaunerde. Er hielt sich theoretisch überzeugt,