Text-Bild-Ansicht Band 92

Bild:
<< vorherige Seite

Bei der Clifton-Kohle ergibt sich daher ein Gewinn von 35 Proc. durch regulirte Luftzuführung, von 34 Proc. durch constante Luftzuführung bei 45 Quadratzoll Oeffnungsfläche, von 4 Proc. durch Aufschüttungen von 460 Pfd. statt 230 Pfd. Die Dampfproduction beträgt

100 bei keiner besondern Luftzuführung und 230 Pfd. Aufschüttung,
109 – – – – 460 –
132 bei 53 Quadratzoll Oeffnungsfläche – 230 –
134 bei regulirter – 230 –
140 bei 53 Quadratzoll – 460 –

(Aus dem Mechanics' Magazine, Decbr. 1843, S. 463 durch das polytechn. Centralbl. 1844. 10tes Heft.)

Reinigung des Queksilbers.

Man erwärmt das Queksilber auf 32° R. und schüttelt es mit einer sehr concentrirten Auflösung von salpetersaurem Queksilberoxyd; dadurch werden alle fremden Metalle oxydirt und aufgelöst.

Dieses einfache und schnell zum Ziele führende Verfahren das Queksilber zu reinigen, welches so häufig im Handel verfälscht vorkommt, ist beachtenswerth. (Archiv der Pharmacie, 1843.)

Zersprengung des Glases durch Aeznatron.

Die von Hrn. Overbeck gemachte Erfahrung über die Zerstörung des Glases durch Säuren, nämlich durch Stehen von concentrirter Salzsäure, Schwefelsäure und Salpetersäure, wobei es ganz mürbe wird und Risse bekommt – veranlaßt mich zu einer ähnlichen Mittheilung. Ich habe nämlich gefunden, daß die kaustische Natronflüssigkeit beim Aufbewahren in Glasflaschen diese rissig macht. Insbesondere bekommen die Flaschen von weißem Glase bald früher, bald später große Risse am Boden, ja zuweilen löst sich der Boden ringsum ab. Die Risse entstehen manchmal auch isolirt neben- und übereinander. Daß sie von innen heraus sich bilden, beweist der Umstand, daß Anfangs die Flüssigkeit nicht ausläuft, und die äußere Fläche des Glases unversehrt bleibt. An den oberen Theilen der Flasche habe ich diese Risse nicht entstehen sehen, obwohl seit mehreren Jahren meine Aufmerksamkeit darauf gerichtet gewesen ist.

Schwach grün gefärbtes Glas widersteht der Einwirkung der Natronflüssigkeit zwar länger, indessen nicht immer ganz.

Der Grund dieser sonderbaren und unbequemen Erscheinung scheint darin zu liegen, daß das verdünnte ganz äzende Natron das Glas stärker angreift, als das kaustische Kali und zwar um so mehr, ja weniger die Beimengung von kieselsaurem Kalk und Eisenoxydul in dem Glase beträgt. Da Flaschen nicht nur von dikem, sondern auch von dünnem weißem Glase rissig wurden, so scheint auch deßhalb die Mischung des Glases hauptsächlich das Zerspringen der Flaschen zu bedingen. Ein Temperaturwechsel kann die Risse nicht veranlaßt haben, es sey denn, daß das Glas in Berührung mit Natron gegen Wechsel der Lufttemperatur empfindlich würde. Wackenroder. (Archiv der Pharm. 1843.)

Verfahren Kupferstiche auf Holz zu übertragen.

Hr. Schreinermeister Fürst beschreibt dasselbe in den Verhandlungen des hessischen Gewerbvereins, 4tes Quartalheft 1843 folgendermaßen:

Auf ein rein abgehobeltes und abgebimstes Brett, am besten aus Lindenholz, spannt man ein Stük reines Schreibpapier auf, bestreicht dasselbe mit schwachem reinem Leim und bimst es, wenn es troken geworden ist, rein ab. Nachdem man den Kupferstich auf ein stark mit Wasser geneztes Brett gelegt hat, läßt man denselben so lange liegen, bis er von der Feuchtigkeit ganz durchzogen und matt geworden ist. Ist dieß geschehen, so klopft man die Feuchtigkeit aus dem Kupferstich, indem man ihn zwischen zwei Tücher legt, heraus, bestreicht ihn mittelst eines guten Pinsels auf der rechten Seite mit dem unten angegebenen Abzuglake, klebt ihn dann auf das aufgespannte Schreibpapier und reibt ihn, nachdem man