Text-Bild-Ansicht Band 97

Bild:
<< vorherige Seite

von dem scharfsinnigen Erfinder getroffenen Anordnungen abzuändern.

Dieser Vorwurf trifft aber nicht die schöne Idee, die Punktirung des Chronograph durch die Unterbrechung eines elektrischen Stroms hervorzubringen; nur ist zu bemerken, daß das Instrument, durch welches sehr kleine Bruchtheile einer Secunde angezeigt werden können, falsche Angaben machen würde, wenn man bei der Schlußrechnung nicht eine Correction vornehmen würde für die Zeit, welche zum Unterbrechen oder zum Herstellen des elektrischen Stroms nothwendig und wegen der Inductionsströme nicht so kurz ist, als man früher annahm.

Der Chronograph des Hrn. Rieussec dient nun nicht mehr bloß als unparteiischer Schiedsrichter bei Pferderennen, sondern er wurde jedem Experimentator unentbehrlich, der mittelst einer Uhr die Dauer sehr kurzer Erscheinungen graphisch darstellen will.

Beschreibung des Instruments.

Die ersten von Hrn. Rieussec im Jahr 1821 verfertigten Chronographen hatten ein bewegliches Zifferblatt, dessen Ziffern nach und nach vor einem kleinen Fensterchen erschienen. Eine in Tinte eingetauchte Metallfeder, welche sich bewegte, sobald man auf einen Knopf drükte, zeigte auf dem sich drehenden Zifferblatt die Secunde oder Bruchtheile derselben an, welche dem Anfang oder dem Ende der Zeitperiode, die man messen wollte, entsprach.

Hr. Rieussec änderte dieses System dahin ab, daß er das Zifferblatt feststellte, und die Feder auf die nun zu beschreibende Weise sich bewegen ließ.

Hr. Rieussec verfertigt zwei Arten von Chronographen; die einen, von ziemlich großem Umfang, sind in einem Kästchen eingeschlossen; die anderen haben die Form einer gewöhnlichen Taschenuhr.

Wir wollen uns zuerst mit denen der ersten Art beschäftigen.

Fig. 25 zeigt den Chronograph von oben angesehen, und zwar in natürlicher Größe, aus dem Kästchen herausgenommen.

Fig. 26 zeigt denselben von der Seite angesehen.

Fig. 27 ist die Ansicht des Chronograph von unten; man ersieht daraus den Mechanismus, wodurch die Unruhe aufgehalten oder frei gemacht wird.

Fig. 28 zeigt das Innere des Instruments mit der Drükervorrichtung, durch welche der Zeiger punktirt.

Fig. 29 ist der Grundriß und Aufriß des Secundenzeigers, welcher aus zwei über einander gelegten Theilen besteht.