Text-Bild-Ansicht Band 97

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Fig. 38 und 39 Grund- und Aufriß des Federhauses mit seinem Rade.

Fig. 40 zwei Ansichten der Feder, welche das Punktum bewirkt.

Fig. 41 zwei Ansichten der Feder, durch welche das Zeigerwerk stille gestellt wird.

Ohne uns lange damit aufzuhalten die verschiedenen Theile des Chronograph zu beschreiben, welche den Theilen einer Cylinderuhr ähnlich sind, wollen wir uns mit dem Mechanismus zum Stillstellen und Punktiren beschäftigen, welcher von dem oben beschriebenen abweicht.

k', Fig. 35, verzahntes Rad, welches den Secundenzeiger bewegt. l' Rohr des Zeigers p, das auf die Röhre m'' des Zeigers m mit welchem sie sich dreht, fest aufgestekt ist. n' Achse des Zeigers, welche durch die Röhre m'' geht. o' Getriebe, welches an das Rad k' befestigt ist und sich auf der Röhre m'' frei dreht, wenn die kleine conische Scheibe p', die daran befestigt ist, nicht von unten nach oben gedrillt wird, was durch eine andere Scheibe q' geschieht, die unmittelbar darunter liegt und auf der Röhre r' fest ist.

Dieser Druk wird durch eine Feder s' Fig. 41, hervorgebracht, deren gekrümmtes Ende mit der Scheibe t' auf der Röhre r' in Berührung kommt und dadurch das Getrieb mit dem Zeiger verbindet. Lezterer wird dadurch in Gang gesezt; sobald man ihn stille stellen will, muß man die Scheibe q' niederlassen, und sobald diese nicht mehr gegen die Scheibe p' drükt, ist der Zeiger frei. Um dieß zu bewerkstelligen, darf man nur einen kleinen Riegel u' verschieben, der am Umfang der Uhr angebracht ist und auf den gekrümmten Arm der Feder s' wirkt. Sobald diese Feder nicht mehr auf die Platte t' drükt, geht leztere abwärts und das Getrieb dreht sich dann um seine Röhre ohne die Zeiger zu bewegen.

Will man Punktiren, so drükt man auf den Drüker v', welcher die Feder x' in Bewegung sezt, die man in Fig. 40 besonders, und in Fig. 33 unter der Gabel y' sieht, welche das Ende der Zeigerachse n' umgibt. Diese Gabel ist unten mit einem schiefen Ansaz versehen, unter welchen die Feder tritt. Dadurch wird das Heben der Gabel und das Abwärtsgehen des Zeigers bewirkt. Die Feder geht so schnell unter dem Ansaz der Gabel vorbei und wirkt mit solcher Geschwindigkeit, daß man ihr den Namen coup de fouet gegeben hat. Die Feder x' legt sich an einen Stift in der Brüke z' an, und wenn sie auf die andere Seite der Gabel tritt, was aus Fig. 33 zu sehen ist, so begegnet sie einem anderen Stift, der ihre Weiterbewegung hemmt.