Text-Bild-Ansicht Band 97

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derselben und dem Queksilberreservoir n herstellt. Die Glasröhre kann sich auf diese Weise der Länge nach ausdehnen, ohne daß ihre Verbindungsstellen dadurch undicht würden.

Die Reservoirröhre n hat einen viel größeren Durchmesser als die anderen, weil sie das Queksilber aufnehmen muß, welches durch einen zufällig eingetretenen zu großen Druk im Kessel oben aus der Blasrohre ausgetrieben werden könnte. Durch eine Schraube und Mutter ist die krumme Röhre m mit der Reservoirröhre n verbunden, wie aus Fig. 63 ersichtlich ist.

Auf jeder Seite der Glasröhre ist eine doppelte, graduirte Scala o angebracht, welche die Theilung für ganze und zehntels Atmosphären und nach Bedürfniß die dem Druk entsprechenden Temperaturgrade enthält. Diese doppelte Scala ist unten an einem eisernen oder kupfernen Bügel p fest, welcher den eisernen Röhrenarm g umfaßt. Die Scala ist oben mit zwei Lappen mit Schlizen q versehen, welche sie mittelst der Schrauben q', q' mit den Trägern r vereinigen. Diese Schlize gestatten die Scala genau in die gehörige Lage zu bringen. Die Scala ist deßwegen beweglich, um den Unterschied in der Ausdehnung des Queksilbers und Wassers in Folge der Temperaturveränderungen, deßgleichen den Unterschied des Druks, welcher durch die Wassersäulen oder den condensirten Dampf verursacht wird, compensiren zu können.

Man kann das Instrument selbst justiren, indem man den Hahn b Meßt und die Schraube s, Fig. 64 und 69, welche die erste Wasserröhre c verschließt, losschraubt. Beide Enden des Manometers werden so der Einwirkung der äußeren Luft ausgesezt.

Nachdem man nun den Nullpunkt der Scala nach dem Queksilberniveau gestellt hat, bringt man die Schraube s wieder an ihren Plaz, und das Instrument ist mit aller nur wünschenswerthen Genauigkeit regulirt.

Die Röhrenarme sind unter sich durch Bügel r, r vereinigt. Vier dieser Bügel r', r' Fig. 61 und 62, sind in den Winkel gebogen und werden entweder an ein Brett oder an eine Mauer, oder eine verticale Kesselwand befestigt. Um die Reservoirröhre n dauerhaft zu befestigen, ist sie oben mit zwei kleinen Vorsprüngen t versehen, welche in Einschnitte passen, die in den oberen Bügeln r, r angebracht sind, wie aus Fig. 64 ersichtlich ist. Unten ist sie mit einer kleinen Schraube u versehen, welche sie mittelst einer Mutter v fest mit der Querplatte x verbindet. Es ist nun leicht einzusehen daß, wenn die Vorsprünge t in den Einschnitten liegen und die Schraube u durch die Platte geht, nach dem Anziehen der Mutter v die Reservoirröhre