Text-Bild-Ansicht Band 81

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Stäbe, in der Einrichtung des Commutators und zulezt in den Principien der Volta'schen Batterie führten zu dem erfolgreichen Resultate des folgenden Jahres 1839. So fuhren wir auf der Newa mehr als einmal, den ganzen Tag über, theils mit, theils gegen den Strom, mit einer Gesellschaft von 12 bis 14 Personen, und mit einer Geschwindigkeit nicht geringer als die des ersten Dampfbootes. Mehr, glaube ich, kann nicht von einer mechanischen Kraft erwartet werden, deren Daseyn erst seit 1834 bekannt ist, als ich die ersten Versuche in Königsberg machte und es mir gelang, durch eben diese elektromagnetische Kraft ein Gewicht von etwa 20 Unzen zu heben.

Bei dieser Gelegenheit muß ich frei und ohne Rükhalt bekennen, daß bisher die Construction elektromagnetischer Maschinen größtentheils nach bloßem Herumtappen geschah, daß selbst die Maschinen, welche in Bezug auf die statischen Effecte der Elektromagnete nach den aufgestellten unbestreitbaren Gesezen construirt waren, unwirksam befunden wurden, sobald man ihnen Bewegung ertheilte. Immer gewohnt, einen gerechtfertigten Gang zu gehen, konnten die unregelmäßigen Versuche, welche überall, ohne wissenschaftliche Begründung, unternommen wurden, mir nur Bedauern einflößen und mich veranlassen, alle meine Kräfte auf die klare Ermittelung der Geseze dieser merkwürdigen Maschinen zu richten. Ich gebe hier diese Geseze in Formeln, welche sich selbst zu empfehlen scheinen, sowohl durch deren Einfachheit, als durch die natürliche Weise, wie sie sich entwikeln.

Bezeichne R die sämmtlichen mechanischen Widerstände, welche auf die Maschine einwirken, und v die gleichförmige Geschwindigkeit, mit welcher sie sich bewegt, so haben wir für die Kraft oder den mechanischen Effect den Ausdruk:

T = Rv.

Es sey nun n die Zahl der Umgänge des Schraubendrahtes, welcher die Stäbe umgibt, z die Zahl der Platten der Batterie, B der gesammte Widerstand der galvanischen Kette, E die elektromotorische Kraft, und k ein Coefficient, welcher von der Anordnung der Stäbe, dem Abstande der Pole und der Beschaffenheit des Eisens abhängt, dann haben wir für das Maximum des mechanischen Effects, welches erreicht wird, den Ausdruk:

I. T = z²E²/4Bk;

für die Geschwindigkeit, welche diesem Maximum entspricht:

II. v = B/kn²;

für den Widerstand, der auf die Maschine einwirkt:

III. R = n²z²E²/4B²,