Text-Bild-Ansicht Band 81

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den Zinkverbrauch, ist eine constante Größe, welche am einfachsten durch die Relation zwischen der elektromotorischen Kraft und dem zuvor erwähnten Factor k ausgedrükt wird. Ich wiederhole hier, was ich anderswo gesagt, daß bei Anwendung von Platin statt Kupfer die theoretischen Ausgaben nahe im Verhältniß von 23 zu 14 verringert werden.

V. Der Zinkverbrauch, welcher stattfindet, wenn die Maschine in Ruhe ist und gar nicht arbeitet, ist das Doppelte von dem, welcher stattfindet, wenn sie das Maximum ihrer Arbeit hervorbringt.

Ich halte es nicht für sehr schwierig, die Leistung eines Pfundes Zink, bei seiner Umwandlung in Sulfat, mit Genauigkeit zu bestimmen, in derselben Weise, wie bei der Dampfmaschine die Leistung eines Bushels Steinkohle als Maaß zur Schäzung des Effects verschiedener Combinationen dient. Der fernere Nuzen und Gebrauch der elektromagnetischen Maschinen scheint ganz sicher zu seyn, besonders da das bloße Probiren und die vagen Ideen, welche bisher bei der Construction dieser Maschinen vorwalteten, nun endlich zu genauen und bestimmten Gesezen geführt haben, die den allgemeinen Gesezen gemäß sind, welche die Natur streng zu befolgen gewohnt ist, sobald es sich um Effecte und deren Ursachen handelt.

In meinem Mémoire sur l'application de l'Electromagnétisme etc. (1835) hatte ich zuerst wahrgenommen, daß die gleichförmige Geschwindigkeit, welche diese Maschinen erlangen, größtentheils den magneto-elektrischen Strömen zuzuschreiben sey, welche durch die Bewegung selbst, im entgegengesezten Sinne der ursprünglichen galvanischen Ströme hervorgerufen werden. Diese magneto-elektrischen Gegenströme schwächen zwar den Magnetismus, reagiren aber zugleich auf die elektrolytische Thätigkeit der Batterie, so daß während des Ganges der Maschine ein geringerer Zinkverbrauch stattfindet, als während der Bewegung. Diese Phänomene, obgleich sie zuerst sehr auffallend erscheinen, sind indeß die Ursache, daß diese Maschinen eben so einfachen und definitiven Gesezen unterworfen sind, als alle anderen durch die gewöhnlichen Triebkräfte activirten. Eine große Menge von Beobachtungen, welche ich über die mechanische Arbeit einer elektromagnetischen Maschine unter steter Berüksichtigung der Stromstärke angestellt hatte, welche leztere durch eine Tangentenbussole gemessen wurde, boten mir anfänglich nur ein kaum zu entwirrendes Labyrinth dar. Man weiß, daß bei jeder Maschine, zwischen der Kraft und der Geschwindigkeit, ein gewisses Verhältniß stattfindet, welches dem Maximum der Arbeit entspricht. Dieses findet auch bei den elektromagnetischen Maschinen statt, und es sind gerade diese Maxima, bei denen diese Gesezmäßigkeit am entschiedensten hervortritt.