Text-Bild-Ansicht Band 81

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Es sey F und F' die Stärke des Stromes respective bei der Ruhe und bei der Bewegung, G der Gegenstrom, so hat man:

I. FG = F'.

Nach den theils von uns, theils von anderen angestellten Versuchen verhält sich die elektro-motorische Kraft der magneto-elektrischen Ströme, also auch dieser Gegenströme, wie die magnetische Intensität der Eisenstangen, wie die Anzahl der Windungen und wie die Geschwindigkeit des Systems, welcher die Anzahl der Impulse proportional ist, die in einer gegebenen Zeit statthaben. Ist daher nach der obigen Bezeichnung die magnetische Intensität M' = nF', so hat man hier die Stärke des Gegenstromes:

Textabbildung Bd. 81, S. 116

und für die Stärke des Stromes, welcher während der Bewegung stattfindet:

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indem:

F = zE/B.

Die magnetische Intensität während der Bewegung ist daher:

Textabbildung Bd. 81, S. 116

Wenn die Maschine sich mit gleichförmiger Geschwindigkeit bewegt, so muß die Summe sämmtlicher Widerstände, also z.B.:

der Widerstand der Luft, Reibung u.s.w.,

gleich seyn der Summe sämmtlicher activen Kräfte. Leztere sind hier die mittleren magnetischen Anziehungen und Abstoßungen, welche sich wie die Producte aus den magnetischen Intensitäten des festen und des beweglichen Systems verhalten. Diese Intensitäten sind bei meinen Maschinen gewöhnlich gleich, da der Strom die Drähte des festen und beweglichen Systems hinter einander durchläuft und alle Stangen eine gleiche Anzahl Windungen haben. Wir haben also

M'M' = M'² = R.

Die Totalarbeit T ist das Product aus dem Widerstande in die Geschwindigkeit, oder:

V. T = vR = vM'²,

oder mit Rüksicht auf die Formel IV:

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Hieraus findet man nun die oben angegebenen Formeln, wenn man die Werthe von R und v sucht, welche dem Maximum der Arbeit oder dem Tm entsprechen.