Text-Bild-Ansicht Band 82

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befestigt ist, in keiner metallischen Verbindung. An jeder dieser Tasten sind zwei Knöpfe angebracht, die zusammen zwei parallele Reihen bilden. Wenn ein Knopf der obern Reihe niedergedrükt wird, so bildet die Stange, worauf er angebracht ist, eine metallische Verbindung mit der unter ihr befindlichen Querstange, welche mit einem der Pole der Batterie in Verbindung steht; wird ein Knopf der unteren Reihe berührt, so ist dadurch zwischen einer andern Taste und dem andern Pole der Batterie eine metallische Communication hergestellt; der Strom durchläuft nun beide mit den Tasten verbundenen Drähte, auf welche Entfernung hin sie sich auch erstreken mögen, vorausgesezt, daß sie an ihren Enden miteinander verbunden sind, und afficirt die Magnetnadeln, welche vor den von Streke zu Streke in der galvanischen Kette angeordneten Windungen angebracht sind. Ein ähnlicher vollständiger Apparat muß auf jeder Station aufgestellt seyn.

„Ein anderer sehr wesentlicher Theil des Apparates, dessen ich erwähnen will, betrifft die Mittel, welche wir in Handen haben, vor dem Beginn der telegraphischen Mittheilung ein Glökchen in Thätigkeit zu sezen, um die Aufmerksamkeit des Beobachters zu weken. Das Hauptprinzip dieser Alarmvorrichtung ist folgendes. An den Einfall eines gewöhnlichen Uhrwekers ist ein Stük weiches Eisen befestigt, und diesem gegenüber befindet sich eine weiche, in die Hufeisenform gebogene Eisenstange; diese leztere ist in zahlreichen Windungen mit einem seideübersponnenen Draht umwikelt. Weiches Eisen hat die Eigenschaft, daß es, wenn ein elektrischer Strom die dasselbe umgebenden Drahtwindungen durchstreicht, zu einem kräftigen Magnete wird. Sobald nun die hufeisenförmige Stange magnetisch wird, so zieht sie den Einfall an, und die Gloke kommt in demselben Augenblike in Thätigkeit; hört der galvanische Strom auf, so verschwindet auch die magnetische Kraft, und das Glökchen hört auf zu läuten. Man hat zur Erreichung dieses Zwekes mehrere Vorrichtungen angegeben. Insbesondere richtete Hr. Cooke auf einige andere Anordnungen in Betreff der Hülfsmittel, zwischenliegende Punkte der telegraphischen Linie, wo sich keine festen Stationen befinden, in den Kreis der Communication zu ziehen, seine Aufmerksamkeit. Zu dem Ende wurden längs der Linie auf jede Viertelmeile Posten aufgestellt, um mit jeder der anliegenden Stationen eine temporäre Communication herzustellen. Der Conducteur eines Eisenbahnzugs kann nun ein tragbares Instrument bei sich führen, mit dessen Hülfe er zu jeder Zeit nach jeder Station hin eine Botschaft senden kann. Die Drähte werden durch eine Mischung von Baumwolle und Kautschuk, ein sehr gutes Isolirungsmittel, von einander isolirt; hierauf werden alle diese zubereiteten Drähte vorsichtig