Text-Bild-Ansicht Band 82

Bild:
<< vorherige Seite

gegenüber steht, worauf augenbliklich der Zeiger g bei allen correspondirenden Telegraphen der ganzen Linie, nämlich in Fig. 38, 39, 40 u.s.w., auf dasselbe Signal hinweist.3)

Fig. 40 ist ein zwischenliegender und tragbarer Telegraph, welchen jeder Train mit sich führen soll. Es kann leicht die geeignete Anordnung getroffen werden, daß dieser Telegraph im Falle der Noth an jedem Meilenpfosten oder jeder Brüke längs der Linie sich anlegen lasse. Der unterhalb Fig. 40 abgebildete Durchschnitt einer Eisenbahn mag diesen Gegenstand erläutern. Ein eiserner, am Meilenpfosten befindlicher Dekel wird aufgeschlossen und abgehoben. Darauf fügt man den portativen Telegraphen in ein zur Aufnahme desselben bestimmtes Gestell, wobei die nöthigen Verbindungen mit den Leitungsdrähten hergestellt werden, worauf derselbe in der Lage ist, mit jenen Telegraphen Fig. 38 und 39 zu arbeiten. Diese Art Telegraph läßt sich augenbliklich durch jede Person bedienen und bedarf keiner besonderen Batterie.4) Er ist mit einem wasserdichten Ueberzug und einer Laterne versehen, um bei Regenwetter und bei Nacht gehandhabt werden zu können.

NB. Die Thätigkeitsäußerung aller Gattungen dieses elektrischen Telegraphen ist wechselseitig, d.h. sie liefern gleiche Signale sowohl in dem Zeichen gebenden als auch in dem Zeichen empfangenden Apparat, und spielen in gleichem Sinne, sey es von irgend einem Ende der Linie oder von einem zwischenliegenden Punkte aus.

Fig. 41 stellt eine sehr einfache Gattung von Telegraphen dar, welche ganz nach demselben Princip, wie Fig. 37, 38 und 39 ausgeführt ist, aber die Wirkungen beider in sich vereinigt. Der Pfeil gibt zwei Signale zu dem oben erläuterten Zwek, für den Fall nämlich, daß der Telegraph in Tunnels, bei Durchkreuzungen u.s.w. angebracht wird; der kleinere Zeiger g dient, wenn es die Umstände erfordern, zu einer extensiveren Correspondenz.

M, Fig. 42, ist der elektrische Entdekungsapparat oder „Entdeker“ (electric detector), um die aus der Berührung mit der Röhre

3)

Mit dieser Anordnung erscheint offenbar der Telegraph in seiner vollkommensten Form, und selbst Steinheil's Apparat (polyt. Journal Bd. LXX. S. 292), in welchem die elektrische Telegraphie zu einer nie geahnten Höhe sich herangebildet hatte, scheint obiger Einrichtung nachzustehen, indem derselbe zur Bezeichnung eines Buchstabens mehrere Schwingungen beweglicher Magnetnadeln erfordert, während bei Wheatstone's neuem System jeder Buchstabe nur eine Bewegung erheischt.

A. d. Uebers.

4)

Die nähere Einrichtung dieses portativen Telegraphen und der Mittel, wodurch er mit in den galvanischen Kreis der Telegraphenlinie gezogen wird, liegt sowohl der Beschreibung, als den dargebotenen Abbildungen nach noch im Dunkeln.

A. d. Uebers.