Text-Bild-Ansicht Band 82

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oder unter sich selbst, einem Bruche oder aus dem Eindringen von Wasser hervorgehenden Beschädigungen der Drähte zu entdeken.

m ist eine kleine Batterie; 1m, 2m sind „Fühler“ (feelers), welche mit der Batterie und dem Detector in Verbindung stehen. Wenn diese Fühler einander berühren, so geht ein elektrischer Strom von der Batterie aus, wirkt auf den Zeiger des Detectors M und dreht ihn um seine Achse. J, J sind eiserne Büchsen, welche in kurzen Intervallen längs der Linie sich vorfinden. Jede derselben ist mit einem Schraubendekel versehen und mit der Röhre c so verbunden, daß sie mit der lezteren ein ununterbrochenes System bilden. Die Enden einer jeden Drahtseillänge treten in die Büchse und jeder Draht ist mit seinem Gefährten an ein in den Boden der Büchse eingepaßtes Holzstük geschraubt, so daß der mit 1 bezeichnete Draht seiner ganzen Länge nach ununterbrochen und durch die Schraube 1 in jeder Büchse längs der Linie erkannt werden kann. Die Oeffnungen, durch welche die Drähte aus der Röhre in die Büchse eintreten, sind mit einer Composition hermetisch versiegelt; übrigens geht als Fortsezung der Hauptleitungsröhre eine dünne Röhre durch die Büchse, welche eine freie Communication der Luft von einem entfernten Reservoir aus gestattet. Gesezt, der Draht 1 sey entweder durch metallische Berührung oder durch Eindringen von Wasser mit der Röhre stellenweise in Contact gekommen, so öffnet man die Büchse, an welcher der Draht probirt werden soll, nimmt die Schraube 1 heraus, und bringt den Fühler 1m mit dem einen Ende der separirten Drähte, den andern Fühler mit der Röhre in Berührung. Ist dieser Theil des Leitungsdrahtes unschadhaft, so bleibt die Nadel des Detectors unbeweglich; bringt man dagegen den Fühler 1m mit dem andern freien Drahtende in Berührung, so dreht sich der Zeiger des Detectors um seine Achse, und gibt auf der graduirten Scale den Grad des zwischen dieser Abtheilung und der Röhre stattfindenden Contactes an.

Gesezt, man mache den Versuch mit der folgenden Büchse, und es stelle sich heraus, daß der Contact zwischen den beiden Büchsen liege, so tauscht man das zwischenliegende schadhafte Stük Draht gegen den fehlerlosen mit 0 bezeichneten Reservedraht aus. Es versteht sich, daß auf diese Weise in zahlreichen kurzen Intervallen mehrere Stüke Reservedraht zum Ersaz für einen beschädigten Draht längs der Linie vorgerichtet seyn können, so daß man nicht nöthig hat, die Linie im Allgemeinen in Unordnung zu bringen. Die geringste Veränderung in der Isolation der Drähte in Folge von Feuchtigkeit u.s.w., kann durch dieses schäzbare Instrument entdekt und dadurch corrigirt werden, daß man von dem Behälter aus einen trokenen Luftstrom durch die Röhre streichen läßt.