Text-Bild-Ansicht Band 82

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ganz überflüssig und die Länge der kurzen Schenkel könnte statt = 1 rhein. Zoll irgend eine beliebige Größe seyn, sobald diese Größe sich nur auf den längeren Schenkeln wiederholte.

Der Gebrauch dieses Instruments bei solchen relativen Messungen ist ganz einfach folgender: man umfaßt die Breite des Insects mit den Spizen der beiden kurzen Schenkel (bei zurükgeschlagenem Rand des Metallbogens) und bringt es hierauf seiner Länge nach (bei unveränderter Weite des Cirkels) zwischen die beiden langen Schenkel an diejenigen correspondirenden Punkte ihrer Eintheilung, welche mit seiner vordersten und hintersten Seite genau in Berührung kommen. Damit diese Punkte gut sichtbar sind, so wird das Instrument, wie sich von selbst versteht, in das günstigste Licht gebracht und wessen beide Hände nicht zugleich sehr ruhig seyn sollten, der kann entweder das Insect auf einen erhöhten Punkt sezen, oder das Instrument an seinem Drehpunkt zwischen zwei Korkstükchen, die mit einer Nadel zusammenhängen (s. Fig. 43) und deren Unteres irgendwo aufgeklebt ist, einschieben und befestigen. Sollte bei dem Messen der Länge eines Insects (zwischen den großen Schenkeln des Instruments) dieselbe im Verhältnisse zu seiner Breite mehr als das Vierfache ausmachen, so sezt man den freien kleinen Schenkel auf die Eintheilung des Metallbogens, verdoppelt die darauf gesehene Dimension, richtet denselben Schenkel auf diese Größe, mißt die Länge des Insects zwischen den beiden großen Schenkeln und halbirt die danach bestimmte Dimension, um das richtige Verhältniß zur Breite (= 1) zu erhalten, und wenn je eine solche Verdoppelung der Breite nicht ausweichen sollte, so kann man sie verdreifachen und dann von dem Längenverhältnisse das Drittel nehmen. Ist aber ein Insect breiter als 1 rhein. Zoll, so müßten die kleinen Schenkel des Instruments, so wie der Metallbogen mehr als 1 rhein. Zoll betragen und daher jenes überhaupt größer seyn, als wenigstens mein Entomometer ist.

Um mit dem in 12 rhein. Linien und halbe Linien getheilten Metallbogen die absoluten Größen eines Insects nach rhein. Zolltheilen zu bestimmen (was allerdings innerhalb gewisser Gränzen zur Charakterisirung dient), führt man denselben unter den freien kleinen Schenkel, sobald man mit ihm die Breite des Insects festgesezt hat, und findet alsdann auf ihm ihre Größe in rhein. Zolltheilen ausgedrükt. Ebenso könnte man hierauf seine Länge bestimmen, wenn sie nicht über 1 rhein. Zoll geht. Sie berechnet sich aber leicht aus der unmittelbar bestimmten Breite und dem Längenverhältnisse, das man mit den größeren Schenkeln des Instruments erhalten hat, durch bloße Multiplication der betreffenden