Text-Bild-Ansicht Band 89

Bild:
<< vorherige Seite

Gestelles aufmerksam zu machen, wodurch 1) jegliche Auseinandernahme der Vorrichtung unnöthig wird und dieselbe in sich mehr Halt erhält, wozu ein Querriegel, der unterhalb des unteren Peigneurs die beiden Gestellwände mit einander verbindet, das Seinige beiträgt; ferner 2) im Falle des Schleifens der Peigneurs die Herausnahme des untern Peigneurs von Hinten heraus sehr leicht möglich gemacht wird; endlich 3) das Stellen des untern Peigneurs ungemein erleichtert ist, was früher nur durchs Gehör geschehen konnte; eine sehr trügliche Methode. Es dürfte vielleicht von Befangenen der Einwand gemacht werden, daß durch das Abrüken der Vorrichtung von der Krämpel beim Wiedereinrüken die Peigneurs gegen den Tambour eine andere Stellung annehmen könnten. Diese Möglichkeit ist indessen durch zwei Platten im Gestell, welche genau gegen die Schraubenbolzenplatten passen, schlechterdings verhindert.

Eine anderweitige Verbesserung bezieht sich auf die Stellung und die Wirkungsart der Haker, welche von einer Kurbelstange I ausgehen, die durch die Kurbelscheibe m in auf- und niedergehende Bewegung gesezt wird. Die beiden Hakerhebel alterniren dadurch in ihrer Bewegung, und ihre Verbindung leidet nicht so sehr als früher, wo beide Haker an einem Hebel befestigt waren; eben so wird das Auslaufen der Hakerscheibenbüchse durch jene Anordnung verhindert.

Eine dritte Vervollkommnung bezieht sich auf eine neue Stellung der vier Excentrics n zur Bewegung der Würgelwalzen. Der ungleiche Druk, der früher auf die Verzahnung der treibenden Räder statt fand, ist durch die neue Stellung aufgehoben und das Rädersystem hält länger aus.

Ueberhaupt ist durch zwekmäßige Aenderungen und Erweiterungen des Gestells die Zugänglichkeit zu den wirkenden Theilen der Vorrichtung sehr befördert, wie auch die störenden Ekfäden auf eine sachentsprechende Weise beseitigt worden.

Alles dieß sind Vortheile, deren Wichtigkeit der praktische Spinner zu würdigen wissen wird. Aus jenen kleinen Vervollkommnungen in ihrer Gesammtheit gehen oft die einflußreichsten Folgen für den nuzbaren Betrieb hervor; aus ihnen entspringt Verwohlfeilerung des Fabricates, ohne daß Fabrikanten und Arbeiter weniger verdienen, welches Resultat zu erreichen jederzeit die Aufgabe eines weiterstrebenden Maschinenbauers seyn muß, wenn er seinen Beitrag zur Beförderung und Ausbildung der Fabrication beisteuern will, ohne welche gegenwärtig in der Zeit der unaufhaltsamen Fortschritte und übermächtigen Concurrenz kein Bestehen mehr möglich ist.

B… r.