Text-Bild-Ansicht Band 89

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Dimensionen der Gestalt des fertigen Nagels gleichkommen, Fig. 24. Das in der Form befindliche Holz wird eine halbe Stunde lang der Wirkung des Dampfes ausgesezt, und zwar bei einer Temperatur, die hinreichend ist, um das in dem Holz enthaltene Harz und den Saft auszuziehen. Hierauf läßt man es erkalten, und das auf diese Art präparirte Holz hat eine fast andauernde Pressung erhalten, welche es auf 63 Proc. seines ursprünglichen Volumens reducirte, und dabei 50 Proc. an Stärke gewonnen.

Die innere Form der Presse gibt dem Nagel drei verschiedene Durchmesser und beinahe das Ansehen von zwei abgeschnittenen Kegeln von verschiedener Basis, die sich an der Spize verbinden. So ist an dem oberen Theile des Nagels, welcher für die Stuhlplatte bestimmt ist, c, c, Fig. 24, und den Kopf des Nagels bildet, der Durchmesser viel größer als anderwärts, weil dieser Theil die Schläge auszuhalten hat, und deßhalb stärker seyn muß. Die geringe Abweichung seiner Form, welche er dadurch erhält, macht ihn um so mehr zu einem undurchdringlichen Stopfen und verhindert das Einsikern des Wassers und die daraus folgende Oxydirung der Stühle. An der Stelle a, a ist der Durchmesser kleiner als am Kopfe c, c, und sogar um circa 1 Millim. geringer als am äußeren Ende b, b, wodurch der Nagel einmal mit Gewalt bis zur Stelle, die er einnehmen soll, gelangt, unabweichlich befestigt ist. Das geringe Streben zum Anschwellen, welches das gepreßte und präparirte Holz etwa noch haben mag, kann nur zur festeren Verbindung desselben mit der Schwelle beitragen, welche nunmehr einen einzigen Körper mit dem Nagel bildet.

Von dem Legen der Bahn.

Im Widerspruche mit dem bisher befolgten Gebrauche hat Hr. Cubitt für die Bahn von Dover Schwellen von dreiekiger Form adoptirt, welche mittelst zweimaligem Sägeschnitt aus nordischen Tannenbohlen von 30 bis 35 Centimetern Durchmesser gebildet wurden, Fig. 16. Diese Schwellen werden mit dem Winkel nach Unten gelegt (Fig. 17), was denselben eben so viel Basis, als den rechtwinkligen Schwellen gibt, welche doppelt so viel Holz haben, und außerdem gestattet, den Grundbau sehr exact auszuführen, so wie das Niveau der Bahn zu erhalten, ohne die Schwellen aufheben oder auf die Seite schieben zu müssen.13)

In Frankreich, wo man runde Hölzer verwendet, würde man dieselben Vorzüge in Betreff der Dauerhaftigkeit erlangen, wenn

13)

Man vergl. polyt. Journal Bd. LXXXVII S. 325.A. d. R.