Text-Bild-Ansicht Band 91

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bezeichnet speciell, daß das Alter dem Pulver Consistenz gegeben hat. Man nennt einen Krapp „Traubenkrapp“ (garance grappée), um seinen zusammenhängenden Zustand zu bezeichnen.

Diese Art Krapp kam ehemals aus Holland in eichenen Fässern von 600 Kilogr. Gewicht.

2) Elsasser Krapp.

Dieser Krapp, welcher in den französischen Fabriken den holländer ersezte, besizt folgende Eigenschaften.

Geruch minder stark (large), aber durchdringender als der des vorigen;

Geschmak weniger zukerig, eben so bitter;

Aussehen vom Braunen bis zum lebhaft Gelben, je nach dem Zeichen;

er ist ziemlich grob gemahlen;

zieht die Feuchtigkeit der Luft sehr leicht an;

durch die Arbeit im Keller geht er vom Gelben ins Dunkelrothe über; beim Färben zieht er jedoch mehr ins Gelbe.

Er wird, wie der holländer Krapp, nicht jung angewandt; ist aber nach zwei Jahren in seiner vollen Kraft. Er verdirbt schneller als der vorige. Seine Gährung ist weniger auffallend; doch erhärtet er stark in den Fässern, bakt bis in die Mitte hinein zusammen und ist dann eben so schwer herauszubringen. Der Gang der Zersezung ist derselbe; der Krapp kann nach derselben nur noch für dunkle Farben angewandt werden.

Der elsasser Krapp kommt niemals unter den Benennungen beraubter oder unberaubter vor, obgleich die Beraubung (Schälung) mit demselben vorgenommen wird. Die Zeichen allein unterscheiden die Sorten. Die auf den französischen Märkten bekannten Zeichen sind:

O Mullkrapp,

MF Mittelfein,

FF Feinfein,

SF Superfein,

SFF Superfeinfein.

Am meisten bedient man sich des FF.

SFF ist beinahe eine Ausnahme beim Krappmahlen der Elsässer, die es mit ihren Zeichen sehr genau nehmen und keine so schöne Qualität bereiten wollen, daß sie zum Nachtheil obiger Sorten gereichen müßte.

Der elsasser Krapp kommt in eichenen Fässern von 600 Kilogr., in halben Fässern von 300 Kilogr., in Viertelsfässern von 150 Kil.