Text-Bild-Ansicht Band 91

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satte Farben, weil die Holzsubstanz nicht so reich an Farbstoff ist wie der fleischige Theil oder die Rinde der Wurzel, aber sie liefert ein viel lebhafteres Roth.

Der avignoner Krapp wird in Fässern von weichem Holz von 900 Kilogr. Gewicht versandt. An den inneren Wänden dieser Fässer befinden sich gewöhnlich sehr dike Pappendekel, um den Zutritt der Luft abzuhalten, welche das Pulver schwärzt, ihm sein hübsches Aussehen benimmt und in einer gewissen Zeit dessen Färbekraft großentheils zerstört. Auch das Licht wirkt sehr schnell verderblich auf den Farbstoff dieses Pulvers ein.

Die Quantität der jährlichen Krappernte in Frankreich, sowohl im Elsaß als in der alten Grafschaft Venaissin, kann nicht wohl genau angegeben werden. Es folgen hier jedoch einige Zahlenangaben hinsichtlich der Production dieser leztern Gegend.

Im Jahr 1837 betrug die Alizari-Ernte 1,200,000, was 48,000 bis 50,000 Tonnen ausmacht, von welchen ein Theil auf die ver schiedenen Consumtionspläze sowohl in als außer Frankreich verführt wurde, wie folgendes Verzeichniß zeigt.

Rouen, Havre und Dünkirchen 3,800
Antwerpen 550
Genua und Livorno 183
London, Liverpool und Glasgow 3,760
London, Liverpool und Glasgow, 8000 Ballen Alizari, was ausmacht 3,500
Hamburg 530
St. Petersburg 1,608
Odessa 110
Rotterdam 423
Triest 205
New-York und Boston 812
Nach Mülhausen, Straßburg, Metz und Basel versandt zur Consumtion in Elsaß, in Preußen, der Schweiz, Bayern, Oesterreich etc. 15,000
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Summe 30,481

Es waren sonach von der Ernte von 1837 zu Avignon und im Departement noch 18–20,000 Tonnen übrig, als man eben im Begriff war, mit der Ernte von 1838 zu beginnen. Diese, obwohl geringer als die vorige, betrug doch noch 36–40,000 Tonnen.

Die Fabrication zu Avignon ist noch immer in blühendem Zustande.

Die Zolllisten zeigen uns:

Daß im J. 1840 aus Frankreich 2,161,158 Kilogr. Alizari, im Werth von 1,620,869 Fr. ausgeführt wurden und 12,114,054 Kilogr. Krapp, Werth 12,114,054 Fr.