Text-Bild-Ansicht Band 91

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Referent sah in jener Fabrik Rollogs, zu Dekorationen von Saalfenstern bestimmt, welche nach dem beschriebenen Verfahren auf weiße Seide gemalt waren, und auf das Täuschendste eingebrannte Glasmalereien nachahmten.

XXXVI. Verbesserungen in der Fabrication künstlichen Brennmaterials, worauf sich William Edward Newton, Patentagent in London, einer Mittheilung zufolge, am 13. Oktbr. 1842 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of arts. Dec. 1843, S. 339.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Den Gegenstand vorliegender Verbesserungen bildet:

1) ein neuer Apparat zur Mischung und Erhizung der Ingredienzien, woraus das Brennmaterial besteht;

2) ein verbesserter Stampf- oder Compressionsapparat, durch welchen das Brennmaterial in Stüke von der gehörigen Gestalt und Größe gepreßt wird.

Hinsichtlich des ersten Theiles der Erfindung sind zwei Constructionen des Apparates zum Mischen der Ingredienzien dargestellt: Fig. 24 ist der Längendurchschnitt und Fig. 25 die Endansicht einer dieser Constructionen in Verbindung mit dem verbesserten Stampf- oder Compressionsapparat. Lezterer soll unten besonders beschrieben werden. Der Mischungsapparat besteht aus einem Cylinder a, a aus starken Eisenplatten, dessen horizontale Welle b, b sich an beiden Enden in geeigneten Lagern c, c dreht. Das eine Ende der Welle b, b trägt ein Zahnrad d, in welches die an der Spindel f sizende endlose Schraube e greift. Die Umdrehung der Spindel f wird von einer Dampfmaschine oder irgend einer andern geeigneten Triebkraft hergeleitet. Der eiserne Cylinder a, a ist an beiden Enden offen, dreht sich aber genau anschließend zwischen den Endplatten l, l. Er wird durch ein in dem Ofen g, g brennendes Feuer geheizt, und durch die erwähnte, in das Rad d greifende endlose Schraube in eine langsame Rotation um seine Achse versezt. Die Ingredienzien, welche die Composition des künstlichen Brennmaterials bilden, sind die zu diesem Zweke gewöhnlich angewendeten, nämlich Pech und Kleinkohle. Diese Materialien werden zunächst zu feinem Pulver gemahlen, dann mit einander vermengt und in den Trichter h gefüllt, von wo aus sie in den rotirenden Cylinder fallen. Einer regelmäßigen Hize ausgesezt, veranlaßt dieser vermöge seiner Rotation eine innige Vermengung