Text-Bild-Ansicht Band 110

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Zahn, da er jedesmal in einen Zahn des Sperrrades B eingreift, so oft sich der Hebel F bewegt.

Dieser Apparat arbeitet, wie man sieht, durch die directe Wirkung der Elektricität auf den Hebel F, und dieser setzt das Sperrrad B in Bewegung, dessen Getriebe das Rad C treibt, von welchem die Bewegung der Zeiger abhängig gemacht ist.

Fig. 1 Tab. V zeigt die Verbindung der Normaluhr mit den elektrischen Uhren durch einen Leitungsdraht.

Fig. 2 verticaler Durchschnitt der elektrischen Batterie.

Fig. 3 Grundriß derselben.

A Normaluhr. B, B elektrische Uhren welche durch die Drähte C, C mit der ersten in Verbindung gebracht sind. D, D weitere Drähte welche die Uhren B mit den Uhren E, E vereinigen, F, F Drähte welche zur Batterie führen, a, b Vereinigungsstellen dieser Drähte mit dem Zink und Kupfer.

G Faß, in welchem sich die Batterie befindet.

H mit Salmiakwasser angefeuchteter Sand, in welchen die Kupferstreifen c und Zinkstreifen d eingesteckt sind.

XXXVII. Das Wheatstone'sche Chronoskop, verbessert vom Uhrmacher Hipp in Reutlingen.

Aus Poggendorff's Annalen der Physik und Chemie, 1848 Nr. 8.

Das Wheatstone'sche Chronoskop ist ein Instrument zum Messen sehr kleiner Zeittheilchen.20 Während auf gewöhnlichen Chronometern höchstens ¼ Secunden abgelesen werden können, so zeigt dagegen dieses Chronoskop 1/100 Secunden an. Man versprach sich davon die glänzendsten Resultate, und hoffte, es zur unmittelbaren Messung der Fallzeit eines Körpers und somit zur directen Nachweisung der Newton'schen Gesetze brauchen zu können. Das Instrument hat die Einrichtung, daß es still steht, wenn eine mit demselben in Verbindung gebrachte elektrische Kette geschlossen ist. Wird der elektrische Strom unterbrochen, so fängt es an sich zu bewegen und hört augenblicklich wieder auf, sobald

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Polytechn. Journal Bd. XCVII S. 186.