Text-Bild-Ansicht Band 108

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0,367 Kilogr. Quecksilber in

4,111 Kil. Salpetersäure von 36° Baumé

und sobald diese Auflösung bereitet und ihre Temperatur auf 64° R. gesunken ist, gießt man sie mittelst eines Trichters mit langer Röhre in den Ballon, welcher den Alkohol enthält.

Dann bringt man die Röhre C wieder an ihre Stelle, füllt die Nuth der Hülse des Ballonhalses mit Wasser und läßt die Operation von selbst vorschreiten. Nach einigen Augenblicken beginnt die Reaction, die große Masse der entstehenden Dämpfe zieht durch die verschiedenen Flaschen, welche in Folge ihrer Abkühlung mittelst kalten Wassers den größeren Theil derselben verdichten; der kleine Antheil, welcher der Verdichtung entgeht, zieht durch den Schornstein ab, ohne den Arbeitern zu schaden.

Der Arbeiter, welcher den Apparat bedient, hat im Verlauf der ganzen Operation nichts anderes zu thun, als von Zeit zu Zeit kaltes Wasser in jede Tubulirung zu gießen, um dasjenige zu ersetzen, welches sich darin erhitzt hat: diese Flüssigkeit begibt sich in Folge der Construction der Tubulirung in das Innere der Vorlage.

Wenn die Einwirkung des sauren salpetersauren Quecksilbers auf den Alkohol beendigt ist, hebt man neuerdings die Röhre C ab, verschließt die nun offene Tubulirung sogleich mittelst einer Glasglocke und beginnt mit dem zweiten Ballon eine neue Operation, welche in jeder Hinsicht wie die erste ausgeführt wird. Mit obigen Verhältnissen bekommt man 0,60 Kil. feuchtes oder 0,45 Kil. trockenes Knallquecksilber und 3 1/2 Liter verdichtete Flüssigkeit.5)

Abgesehen von den angegebenen Vortheilen, ist dieser Apparat auch weniger kostspielig als der frühere.

5)

Die Sättigung und Behandlung der verdichteten Flüssigkeit zur Gewinnung von Quecksilber und Alkohol, übergeht der Verfasser; wir verweisen in dieser Hinsicht auf Chevalier's Bemerkungen in der angeführten Abhandlung.

A. d. R.