Text-Bild-Ansicht Band 107

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Die erste Reihe der Walzen R, R dürfte mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 20 Umdrehungen in der Minute rotiren, während die letzten Paare schneller umlaufen, wodurch das Material eine gewisse Streckung erfährt. Durch die erste Brechwalze nun wird die rohe Gutta-Percha in kleine Stücke zerbrochen, wodurch bedeutende Quantitäten erdiger und anderer fremdartiger Substanzen zum Vorschein kommen. Das Ganze fällt vermengt in das darunter befindliche Wasser. Diejenigen Stücke, welche aus reiner Gutta-Percha bestehen, oder in welchen diese vorherrscht, schwimmen auf der Oberfläche des Wassers, während die erdigen und andern fremdartigen Stoffe zu Boden sinken. Das endlose Tuch nimmt die schwimmende Gutta-Percha auf und führt sie aufwärts den über der zweiten Kammer gelagerten Speisungswalzen zu; diese übergeben sie der zweiten Brechwalze . Von der Oberfläche des Wassers in wird die Gutta-Percha durch das endlose Tuch den Walzen und den Brechwalzen zugeführt, und somit zum drittenmale aufgebrochen, um alle rückständigen Unreinigkeiten von ihr zu trennen. Das Tuch H⁴ führt nun die Gutta-Percha den Walzen G⁴ zu, welche sie dem rotirenden Cylinder K darbieten, durch dessen Messer sie in eine Menge sehr dünner Streifen zerschnitten wird. Diese fallen in das Wasser des Behälters , werden sofort durch den rotirenden Agitator M unter Wasser gedrückt und dadurch vollends von allen anhängenden Unreinigkeiten befreit. Das endlose Tuch führt sofort die Gutta-Percha den Walzen R, R, R zu, und von dem letzten dieser Walzenpaare wird sie durch das endlose Tuch O nach den metallenen Preßwalzen Y¹, Y² gehoben. Diese sind mittelst Adjustirschrauben in einen Abstand von einander gestellt gleich der Dicke des Bandes, in das die Gutta-Percha comprimirt werden soll. Nachdem das Band zwischen den Walzen Y, Y² hindurchgegangen ist, wird es über die und von da über die hölzerne Trommel U nach einer Walze V geleitet, auf der es sich aufwickelt. Das Wasser in allen Abtheilungen des Behälters F muß kalt seyn. Sollte die rohe Gutta-Percha einen üblen Geruch zeigen, was ziemlich häufig der Fall ist, so mische ich unter das Wasser eine Auflösung von Soda oder von Chlorkalk.

Meine Erfindung besteht zweitens in einer verbesserten Schwefelungsmethode der Gutta-Percha und in der Anwendung dieser Verbesserung auf das Schwefeln des Kautschuks und Jintawan. Ich füge nämlich zu 48 Theilen Gutta-Percha 6 Theile Schwefelantimon oder Schwefelcalcium und 1 Theil Schwefel. Nachdem diese Materialien gehörig unter einander gemengt sind, erhitze ich sie in einem Kessel (unter Druck) bis zu einer Temperatur von 100 bis 108° R. In diesem Zustande lasse