Text-Bild-Ansicht Band 107

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ich die Masse, je nach der Dicke der Materialien, 1/2 bis 2 Stunden stehen, worauf sie vollständig geschwefelt oder metallothionisirt erscheinen. Der nämlichen Composition bediene ich mich zum Schwefeln des Kautschuks und des Jintawan.

Meine Erfindung besteht drittens in einer verbesserten Methode die Vereinigung des Schwefels und der erwähnten Sulfuride mit der Gutta-Percha, und eben so mit Kautschuk und Jintawan zu bewerkstelligen. Dieser Zweck läßt sich durch die eine oder die andere der folgenden vier Methoden erreichen.

1) Ich setze die gereinigte in Blattgestalt verarbeitete Gutta-Percha, den Kautschuk oder Jintawan, der vereinigten Wirkung von sehr heißem Wasserdampf und Dämpfen von Operment und Schwefel aus, und zwar in dem Fig. 18 abgebildeten Apparate. A ist ein starker metallener auf dem Gestell B, B angeordneter Behälter, in welchen die zu schwefelnden Materialien gebracht werden; C ein dampfdicht aufgeschraubter Deckel; D ein gewöhnlicher Hochdruckdampfkessel; E ein starker metallener Topf, welcher das Operment und den Schwefel aufnimmt; letzterer wird durch die mit einem Deckel d verschließbare Oeffnung eingefüllt. Von dem Kessel geht eine durch einen Hahn a verschließbare Röhre F nach dem Topf E. Eine andere durch einen Hahn b verschließbare Röhre G verbindet den Topf mit der Kammer A. Der Kessel D und die Kammer A sind mit Sicherheitsventilen H und K versehen. Zur Anzeige der Temperatur dient ein Thermometer I. Folgendes ist nun die Methode, wie mit diesem Apparate gearbeitet wird. Zuerst wird das Kesselfeuer und wenn das Sicherheitsventil die Annäherung an 110° R. anzeigt, dann auch das Feuer unter E zur Verflüchtigung des Operments und Schwefels angezündet. Man öffnet sodann die Hähne a und b und läßt den Dampf durch die Röhren F und C und durch den oberen Theil des Topfs E in die Kammer A strömen, um die in der letzteren befindlichen Materialien vollständig zu erwärmen bevor sie geschwefelt werden. In Kurzem steigen von dem Operment und Schwefel Dämpfe auf, die sich mit dem Wasserdampf vermengen. In diesem Zustande lasse ich die Substanzen 1/2 bis 2 Stunden, je nach der Dicke der zu bearbeitenden Materialien. Dann schließe ich den Hahn b, dämpfe die Feuer, hebe das Sicherheitsventil K in die Höhe, und entferne, nachdem die Dämpfe aus der Kammer entwichen sind, die geschwefelten Materialien. Während des Schwefelungsprocesses bleibt das Ventil H stets mit einem stärkeren Druck belastet als das Ventil K, damit ein Strom in der Richtung der Kammer A stattfinde. Das in der Kammer A sich ansammelnde Condensationswasser wird mittelst des Hahns L abgelassen.