Text-Bild-Ansicht Band 107

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Auf 1000 Kil. rohen Erzes betragen die Kosten also 25 Fr. 40 Ct. Das gewonnene Kupfer enthält 98 bis 99 Proc. reinen Kupfers.

Angenommen ein Erz liefere 8 Proc. Kupfer, so betragen auf 1000 Kil. Kupfer

die Kosten der Behandlung 317 Fr. 50 Cent.
und für ein Erz, welches 25 Proc. ergibt 101 Fr. 60 Cent.

Für reichere Erze vermindern sich die Kosten, weil man in derselben Zeit eine größere Menge davon behandeln kann und der Eisenverbrauch von der Masse Schlacken abhängt, die auf einen Gehalt von 2 bis 2 1/2 Proc. zurückgebracht wurden, welcher Gehalt aber bei Anwendung reicher Erze viel geringer wird.

Für die besprochenen ordinärsten Erze sind die Hauptauslagen per 1000 Kil. Erz:

Steinkohlen 1065 Kil.
Eisen 10 bis 15 Kil.
Kalkstein und Flußmittel 80 Kil.
Handarbeit 2 Tagelöhne.

Der Vorzug des Verfahrens von Rivot und Phillips wird sich klar herausstellen, wenn wir diese Kosten mit denjenigen der verschiedenen gebräuchlichen Methoden vergleichen, hauptsächlich mit der Behandlung der Kupfererze in Cornwallis, wobei ebenfalls Flammöfen und Steinkohlen angewandt werden und welche man als eine der wohlfeilsten betrachtet.

Die Kupferkiese, welche man in diesen Hütten (Südwallis) behandelt, enthalten durchschnittlich 8 Proc. Kupfer. Gewöhnlich besteht das Verfahren in drei Röstungen und drei Schmelzungen, einem Rösten des zweiten Concentrationssteins und dem Gahrmachen. Das neue Verfahren mit Eisen hat gegen diese Methode den Vortheil, daß es die Anzahl der Operationen vermindert, daher man weniger Aufseher und Oefen nöthig hat.

Die Materialien und Behandlungskosten für 1000 Kil. Erz betragen in Südwallis nach den Angaben von Leplay (in seinem Cours de l'école des mines):

Steinkohlen, 1600 Kil. à 10 Fr. 16 Fr.
Handarbeit, 2 Tagelöhne 6 „ 90 Cent.
Flußmittel 3 „ – „
Verschiedene Kosten 4 „ 10 „
––––––––––––
30 Fr. – Cent.