Text-Bild-Ansicht Band 100

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über welche ein Drahttuchscheibchen gelegt, und die außen mit einem Gewinde versehen ist, damit sie in die Scheibe oder den Ring e' eingeschraubt werden und auf den obern Rand des Glascylinders drücken kann. Ein Tuchstulpen ist in die ringförmige Nuth gesteckt, in welche der obere Glascylinderrand eintritt. Das Drahttuchscheibchen trägt in der Mitte eine kleine kupferne Röhre h von 25 Millimeter Durchmesser und 95 Millim. Höhe, welche in den Glascylinder hinabreicht und als Kamin dient, der den Luftzug durch die am Oelgefäß angebrachten Löcher hervorbringt. Die durch die Verbrennung erzeugten Gase gehen durch diese Röhre, gelangen zum Drahttuchcylinder g und treten endlich durch denselben in die Atmosphäre aus. Das Drahttuchscheibchen, in dessen Mitte die Röhre h befestigt ist, bildet um die Röhre einen durchbrochenen Ring, durch welchen die Gase entweichen können, die zwischen die Röhre h und den Glascylinder gelangen. Daraus geht hervor, daß die zur Verbrennung untauglichen Gase sich in diesem Raume nicht ansammeln können, weßhalb man auch die Lampe, ohne die Flamme auszulöschen, ziemlich stark in der Luft bewegen kann. Bei dieser Lampe, deren ganze Höhe, das Oelgefäß mit inbegriffen, 270 Millim. beträgt und welche mit wenigen Abänderungen mit derjenigen von Dumesnil übereinstimmt, ist die Röhre h sehr kurz.

Hr. Lefrançois stellte mit derselben mehrere Versuche in den Gruben zu Gard an, aus welchen hervorgeht: 1) daß die Lampe bequem tragbar ist und durch starke und andauernde Neigungen nicht erlischt; 2) daß dieselbe, da sie der Luft eine ungefähr 8 Quadratcentimeter große Obersfläche zum Einströmen darbietet, ein helleres Licht gibt, als die Lampen von Davy und Mueseler, obgleich der Docht um die Hälfte kleiner ist als in genannten Lampen, welche in den Gruben zu Gard von sehr großen Dimensionen angewandt werden; das Glas schwärzt sich nicht; 3) die neue Lampe ist vollkommen sicher, selbst in dem explodirbarsten Gasgemisch; jedoch muß das Drahtgewebe, welches den Kamin umgibt, sehr feine Oeffnungen haben; 4) eine Glasumhüllung von 9 Millimeter Dicke ist die zweckmäßigste, weil sie das Licht eben so gut durchläßt wie eine dünnere und nicht so leicht wie diese zerbricht. So oft man den Oelbehälter füllt, muß man vorher die Drahttuchplättchen unter der gewölbten Scheibe wegnehmen, da ein einziger Oeltropfen, der sich darauf verbreitet, hinreicht, eine große Anzahl von Oeffnungen zu verschließen, weßhalb dann die Lampe raucht und das Glas sich schnell schwärzt.

Hr. Lefrançois bemerkt, daß bei der gewählten Art der Aufhängung dieser Lampe der Haken in der Ruhe sich mit der Rolle l, m