Text-Bild-Ansicht Band 98

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und lose Rolle f und f′ und an dem andern Ende die Stahlscheibe c. Eine andere Stahlscheibe c′ sizt auf ähnliche Weise an der Welle b′. Leztere trägt ein zweites Stirnrad i, welches vermittelst des Rades j, der Zwischenwelle g und der Räder n und n′ die Schraube d in Bewegung sezt. h ist eine Mutter oder Führung, die auf dem Tisch k des Gestells gleitet und der zu zerschneidenden Zinkplatte als Führung dient; sie besizt oben einen runden Knopf, welcher in ein in die Mitte der Zinkplatte gebohrtes Loch tritt.

Die Wirkungsweise der Maschine ist nun folgende. Angenommen die Welle b sey durch die Treibrolle in Bewegung gesezt worden, so wird die Welle b′ veranlaßt sich in entgegengesezter Richtung zu drehen, und demnach werden auch die Messer c und c′ in entgegengesezten Richtungen rotiren. Die Schraube d wird sich daher auch um ihre Achse drehen und dadurch die Führung h veranlassen die Metallplatte den Messern entgegenzuführen und zwar mit einer von der beabsichtigten Breite des Metallstreifens abhängenden Geschwindigkeit. Die Messer aber drehen, während sie einen Streifen abschneiden, die horizontale Metallplatte um ihren Mittelpunkt. Der abgeschnittene Zinkstreifen wird um eine zur Seite der Maschine angeordnete conische Trommel m aufgewikelt. Die Trommel m erhält ihre Bewegung durch eine kleine Kette, welche um ein an der Welle b′ befindliches Stirnrad l und vonda um ein anderes lose an der Trommelachse sizendes Stirnrad o läuft. Das leztere nimmt die Trommel durch Friction mit, eine Anordnung, welche nothwendig ist, um zu verhüten, daß der Zinkdraht in Folge eines durch zufällige Geschwindigkeitsänderung veranlaßten plözlichen Zugs reiße. Die Breite der Streifen läßt sich durch Auswechselung der Getriebe n, n′ und der Schraube d abändern.

Die Führung b besteht aus zwei Theilen, um sie leicht und mit Zeitersparniß von der Schraube d abnehmen zu können, wenn sie um irgend einen Abstand von den Messern entfernt werden soll. Um die Geschwindigkeit der Schraube bei abnehmendem Durchmesser des Zinkblatts zu verändern, ohne einen Theil des Mechanismus außer Eingriff bringen zu müssen, kann man anstatt der Räder n, n′ zwei Kegel mit Treibriemen anwenden.

Zinkdraht läßt sich auch herstellen, indem man die vorher gegossenen Zinkstangen in heißem Zustand durch ein Walzwerk gehen, dann abkühlen läßt und endlich kalt durch das Zieheisen zieht.

Zinkdraht läßt sich wie anderer Draht zur Fabrication von Metallgeweben, Gitterwerk u. s. w. anwenden. Er ist außerdem anwendbar zur Verfertigung von Haken und Schlingen, zum Verschluß von Flaschen, welche moussirende Flüssigkeiten enthalten; mit