Text-Bild-Ansicht Band 98

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Beschreibung des Apparats. — Fig. 45 ist der Grundriß und Fig. 46 der Längenaufriß des Apparats; Fig. 47 ist ein senkrechter Durchschnitt auf C′, D′ und Fig. 48 ein Querdurchschnitt auf A′, B′.

Dieselben Buchstaben bezeichnen dieselben Gegenstände in allen Figuren.

Der abgebildete Apparat enthält eine Reihe von sieben Röhren oder Concentrations-Canälen; die Anzahl derselben, so wie die Länge des Apparats ist willkürlich und muß zur Ausdehnung der Fabrication, der Leistung des Dampfkessels und der Dampfmenge, die man aufwenden will, im Verhältniß stehen.

A Speisungsrohr, welches von einem Dampfkessel her den Dampf empfängt und ihn dem Quer-Recipient B zuführt, von dem aus er in sechs Canälen von halb-cylindrischer Form mit platten Oberflächen Nr. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 vertheilt wird; drei derselben befinden sich zur Rechten und drei zur Linken des in der Mitte angebrachten Sammelcanals und sie durchlaufen so die ganze Länge des Apparats bis zu seinem Ende, wo das Gesammtproduct der Canäle Nr. 1 bis 6 sich in dem Rohr oder Quer-Recipient C sammelt, an welchem ein Recipient O angebracht ist. Lezterer Recipient ist mit einem Ablaßhahn Q versehen, um das Condensations-Wasser von den sieben Röhren des Apparats aufzunehmen, und so construirt, daß er dieses Wasser ohne Dampfverlust aufnimmt.

Von diesem Rohr C gelangt der Dampf durch den in der Mitte befindlichen Canal Nr. 7 wieder bis zum obersten Theil des Apparats hinauf und tritt dann in das Schlangenrohr D, um durch seine Circulation, welche durch Pfeile angedeutet ist, die im Vorbereitungskessel E enthaltene Flüssigkeit G zu erhizen, bis er durch das mit einem Sperrhahn versehene Ablaßrohr austritt.

Das Schlangenrohr D ist in dem flachen und offenen Vorbereitungskessel E befestigt, worin es die zu concentrirende Flüssigkeit G bald ins Kochen bringt. Nach dieser Vorbereitung lauft die Flüssigkeit durch das Rohr H aus, welches sie in das Querrohr I ergießt, von wo sie durch die Hähne Nr. 7, 8, 9, 10, 11, 12 und 13 in den sieben langen Canälen vertheilt wird, deren oberer Theil platt ist. Am Anfang dieser Canäle und in jedem derselben befindet sich eine durchlöcherte Zwischenwand L, um das Auslaufen der Flüssigkeit zu reguliren, welche dann behufs ihrer allmählichen Concentration die ganze Länge der Canäle bis zum unteren Ende durchlauft, wo sie durch die Oeffnungen Nr. 12, 13, 14, 15, 16, 17 und 18 austritt und in den Querrecipient M gelangt. Diesem Recipient gibt