Text-Bild-Ansicht Band 98

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beibehalten mußte, so nahe als möglich zu bringen. Hierauf ließen wir die kleinen Hähne öffnen, welche das Wasser des Vorbereitungskessels auf den Abdampfapparat führen. Wir bemerkten, daß die Flüssigkeit, welche sich als ein breiter Fall von vier bis fünf Millimeter (1 7/10 bis 2 2/10′″) Dike in den Canälen verbreitet, unmittelbar ins Sieden kommt und viele Dämpfe verbreitet, die sich in der Luft verlieren. Unglüklicherweise waren die verschiedenen Haupttheile des Apparats nach Dimensionen construirt, welche nicht mit einander übereinstimmen, so daß die Hähne nicht genug Wasser lieferten, um die ganze Oberfläche der fünf Canäle des Abdampfapparats zu bedeken. Es ging daher viel Wärme durch die Berührung mit der Luft unnüz verloren; bei einer besseren Anordnung wäre dieser Verlust, welcher nicht der einzige war, vermieden worden. Wir beobachteten auch wirklich, daß die Ränder der Canäle über dem Wasser und die Räume, welche die Canäle unter einander trennen, sehr heiß waren und Wassertropfen, welche man darauf fallen ließ, unmittelbar verdampften. Dieser Umstand war schon Hrn. Cody bei einem früheren Versuch aufgefallen und er zeigte uns ein neues Modell, wobei die Ränder der Canäle viel niedriger sind, so daß das Wasser die ganze Oberfläche des Apparats bedeken kann. Endlich communicirte der ganze untere Theil des Apparats frei mit der Luft, was auch einen sehr großen Wärmeverlust verursachte, den man leicht dadurch vermeiden kann, daß man diesen Theil mit einer diken Schicht eines schlechten Wärmeleiters überzieht.

Wir ließen 450 Liter Wasser von 10° C. in den Vorbereitungskessel gießen; nachdem dasselbe die ganze Länge des Abdampfapparats durchlaufen hatte, wurde es in einem Zuber gesammelt und in denselben Kessel zurükgebracht. Der Versuch wurde mit Dampf von 3 Atmosphären begonnen; nach Verlauf von 8 Minuten war der Druk bloß noch 2 Atmosphären. Alsdann schloß man den Hahn ein wenig, um wo möglich das Einlassen der Flüssigkeit zu reguliren. Dessenungeachtet war 5 Minuten hernach der Druk nur noch 1¾ Atmosphären. Man schloß den Hahn ein wenig mehr. 3 Minuten darauf stieg der Druk auf 1½ Atmosphären und blieb so bis zum Ende des Versuchs. Der Druk betrug also

während 8 Minuten Atmosphären27),
5 1⅞
3 1 11/16
44
27)

Er hatte mit 3 begonnen, um mit 2 zu enden.