Text-Bild-Ansicht Band 98

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Syrupe zu erhalten, daß sie unmittelbar in Formen gegossen werden können.

Wir wollen die Resultate welche man bei den bisherigen Vorsuchen nach Duquesne's Methode erhielt, keineswegs garantiren und wissen im Gegentheil, daß dieselben weit hinter den Erwartungen zurüblieben; sie wurden aber auch unter sehr ungünstigen Umständen erhalten; vielleicht ist auch das Verfahren für den beabsichtigten Zwek bis jezt noch zu unvollkommen.

Duquesne's Apparat besteht aus gußeisernen Cylindern von 13 Zoll 8 Linien Durchmesser und 3 Fuß 11 Linien Höhe; sie fassen 25 Kilogr. getrokneter Rüben und sind mit zwei Scheidewänden aus Eisenblech versehen, welche unten und oben die getrokneten Rübenschnitte in unveränderlichen Entfernungen vom Boden und vom Dekel der Cylinder erhalten. Bei den Versuchen zu Saultair wurden zehn Cylinder angewandt; mit acht wurde gearbeitet, einer beschikt und einer ausgeleert. Später gelang es Hrn. Duquesne die getrokneten Rüben bloß mit vier Cylindern zu erschöpfen; die höchste Concentration der ersten Auflösungen war 32° gewesen. Dieß ist beiläufig 10 Grad weniger als die Zukerauflösungen in den Fabriken haben müssen, um sie der Krystallisation überlassen zu können.

Die zehn Cylinder sind im Kreise angeordnet und communiciren mit einander durch metallene Röhren, so daß eine methodische Auslaugung stattfindet. Jeder Cylinder ist mit einem Gehäuse (Mantel) umgeben, damit man seine Temperatur mittelst Dampfs oder heißen Wassers auf den erforderlichen Grad steigern kann. Oben und unten werden die Cylinder mittelst einer gußeisernen Platte und einer Schraube, gerade so wie die Gasretorten, verschlossen, daher man sie leicht und schnell beschiken kann.

Wenn man einigermaßen mit dem methodischen Auslaugen vertraut ist, sieht man sogleich wie die Operation geleitet werden muß; nachdem die Cylinder mit getrokneten Rübenschnitten beschikt sind, treibt man in den ersten heißes Wasser und nachdem es beiläufig eine Viertelstunde darin verweilt hat, wird es durch neues Wasser, welches seine Stelle einnimmt, ausgetrieben, so daß es in den zweiten Cylinder über frische ausgetroknete Rüben gelangt. Hier sättigt es sich mehr und nach einem zweiten Aufenthalt gelangt es in den dritten Cylinder, während das Wasser des ersten Cylinders in den zweiten übergeht und der erste zum drittenmal frisches Wasser empfängt, welches den Zukergehalt seiner Rüben immer mehr auszieht. Auf diese Art wird die Operation bis zur siebenten Aufenthaltszeit fortgesezt, wo also die zuerst eingetriebene Flüssigkeit alle Cylinder durchlaufen hat und im achten angelangt ist, worin sie,