Text-Bild-Ansicht Band 86

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und ich überzeugte mich seither auch von der Brauchbarkeit jener Methode.

Das Verfahren beruht auf der längst bekannten, bis jezt aber, so viel mir bekannt, in dem Sinn noch nicht benuzten Thatsache: daß die schwefligsauren Salze den Schwefel aufzulösen vermögen und damit unterschwefligsaure Salze bilden.

Man stellt sich zunächst schwefligsaures Natron dar durch Einleiten von schwefliger Säure in eine Auflösung von kohlensaurem Natron, bis zur völligen Austreibung der Kohlensäure.

Nachdem eine getroknete abgewogene Menge Schießpulver mit Wasser zur Auslaugung des Salpeters längere Zeit auf einem Papierfilter behandelt worden, wird der auf dem Filter gebliebene Rükstand wieder möglichst gut getroknet und gewägt. Dieß Gemenge von Kohle und Schwefel wird nun in eine Auflösung von schwefligsaurem Natron gebracht (um sicher zu seyn, etwa 20 bis 24 Theile trokenes schwefligsaures Natron auf 1 Theil des Gemisches von Kohle und Schwefel) und 1 bis 2 Stunden in einem Glaskolben gekocht, mit der Vorsicht, daß die Masse nicht eintrokne. Alsdann wird filtrirt, die auf dem Filter zurükbleibende Kohle ausgewaschen, getroknet, und dem Gewichte nach bestimmt. Der Gewichtsverlust ist Schwefel.

Man kann sich von der vollkommenen Abscheidung des Schwefels überzeugen durch Erhizen eines Theiles dieses Kohlenrükstandes auf einem Platinbleche. Bei obigen Verhältnissen ist es kaum wahrscheinlich, daß der Versuch jemals mißlinge; indeß kann man, wenn man das Mißlingen fürchtet, nur einen Theil des getrokneten Schwefel-Kohlengemenges verwenden, und sollte der Proceß nur unvollkommen gelungen seyn, alsdann das Uebrige unter Beseitigung der im vorigen Fall hindernden Umstände zu einem zweiten Versuch nehmen. So erspart man sich das nochmalige Ausziehen des Salpeters und das erste Troknen. Macht man es auf die lezt angegebene Art, so wird es gut seyn, das Gemenge recht innig zusammenzureißen, weil doch möglicherweise bei der Behandlung mit Wasser die auf dem Filter zuoberst befindliche Masse die kohlenreichere ist. (Schweizer Gewerbe-Blatt. 1842. S. 297.)