Text-Bild-Ansicht Band 86

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Thätigkeit gesezt werden können, läßt sich aus Fig. 7 abnehmen, welche den Durchschnitt einer Lade mit drei Reihen von Schüzen A, B, C darstellt; leztere werden durch eine auf Rollen b, b laufende Zahnstange a, a in Wirksamkeit gesezt. Diese Zahnstange dreht die Getriebe c, c, welche in Zahnstangen d an der unteren Schüzenreihe greifen, und denselben dadurch die nöthige Bewegung ertheilen. Die Achsen der Getriebe c drehen sich in der Lade in Lagern, und tragen andere größere Getriebe e, die mit andern Getrieben f in Eingriff stehen; leztere sizen an den Achsen der Getriebe g, welche zu der mittleren Schüzenreihe B gehören; die hinteren Getriebe f greifen ferner in andere Getriebe h und diese sezen die Getriebe i der obersten Schüzenreihe in Bewegung. Obgleich alle Schüzenreihen zugleich in Bewegung sind, so liefert doch immer nur eine, diejenige nämlich, welche eben in Gemeinschaft mit der Kette wirkt, den Eintrag.

Das Heben und Senken der Lade mit den Schüzen kann dadurch bewerkstelligt werden, daß man die Zapfen ihrer Schwerter oder Arme F in Schlizen lagert und zur gehörigen Zeit mit Hülfe von excentrischen Scheiben und Hebeln hebt oder niederläßt. Wie dieser Zwek erreicht werden kann, zeigt der partielle Durchschnitt eines Webestuhles Fig. 8. Die Achse a des Schwertes F ruht in dem am obersten Theile des Gestelles angebrachten Schlizlager b: c ist eine der beiden Stangen, wovon an jeder Seite des Stuhles eine angebracht ist und die in geeigneten Führungen d gleiten. Diese mit den Enden der Schwertachse a verbundenen Stangen tragen an ihren unteren Enden Frictionsrollen e, welche durch excentrische Scheiben f in Thätigkeit gesezt werden, die an der längs des Stuhles sich erstrekenden Welle g befestigt sind. Diese Welle wird durch ein geeignetes Räderwerk in Bewegung gesezt. Die Excentrica f sind so gestaltet, daß sie auf die Stangen c wirken und die Schwerter mit der Lade heben. Wenn aber die Schnüre n, welche die Zahnstangen der Schüzen in Thätigkeit sezen, wie im obigen Falle an den Hebel N befestigt wären, so würden dieselben beim Erheben der Lade schlaff werden und den Schüzen nicht die erforderliche Bewegung ertheilen können. Um diesem Mißstande zu begegnen, sind an das Schwert F der Lade und an die Enden der Hebel N, N Schnüre i, i befestigt, so daß nun die Schnüre n beim Steigen oder Sinken der Lade nicht schlaff werden können.

Fig. 9 liefert den Querschnitt einer Lade mit einer Methode, die drei darin enthaltenen Schüzenreihen zu heben oder niederzulassen, so daß die eine oder die andere Reihe den Eintrag in die Kette schießen kann, ohne daß es nöthig ist, die Kette oder die Lade aus ihrer gewöhnlichen Lage zu bewegen. A, B, C sind die Schüzenreihen in