Text-Bild-Ansicht Band 87

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werde ich gleich zur quantitativen Bestimmung der darin befindlichen Körper übergehen.

Ich habe schon früher erwähnt, daß ich mir durch sorgfältiges Zusammenmischen ein unter sich gleiches Material verschafft hatte, deßhalb konnte ich unbeschadet der Genauigkeit zur Abscheidung der meisten Körper neue Portionen in Untersuchung nehmen.

Bestimmung des Kochsalzes, des schwefelsauren Kali's und Natrons.

Zur Bestimmung dieser Körper wog ich 5,0 Gr. des Pulvers ab, glühte sie im Platintiegel und erhielt danach 2,110 einer weißen porösen Asche. Beim Erhizen rochen die Dämpfe eigenthümlich; stärker erhizt nahmen sie den Geruch an, wie wenn glühendes Eisen in Wasser abgelöscht wird. Mit Wasser ausgezogen, reagirte die Auflösung schwach alkalisch; sie wurde in 4 gleiche Theile getheilt und daraus bestimmt:

a) die Menge Schwefelsäure durch Barytauflösung und davon 0,093 Mgr. gefunden;

b) die Menge Chlor im Kochsalze durch Silberauflösung und davon 0,143 Mgr. gefunden;

c) die Menge Kali durch Platinauflösung und davon 0,153 Mgr. gefunden;

d) diente als Reserve.

Berechnen wir aus dem schwefelsauren Baryt die Menge Schwefelsäure (2,529) und geben zuerst dem Kali 2,325 seinen entsprechenden Antheil 1,902, so erhalten wir 4,227 schwefelsaures Kali, und es bleibt uns nun noch ein Ueberschuß von 0,627 Mgr. Schwefelsäure Da ich nun in dem Reserveviertel nur Spuren von Kalkerde und gar keine Talkerde gefunden habe, so muß obige Menge Schwefelsäure mit Natron verbunden darin vorkommen. Es werden die 0,627 Mgr. Schwefelsäure 0,492 Mgr. Natron gebrauchen und damit 1,119 wasserfreies schwefelsaures Natron bilden, aber nicht als solches, sondern als wasserhaltiges darin enthalten seyn. Wir haben von diesem Wasserauszuge nun noch das Viertel zu betrachten, welches zur Bestimmung des Kochsalzes gedient hat. Ich fand darin 0,143 Mgr. scharf getroknetes Chlorsilber, oder in 100 : 11,440. Nehmen wir an, daß 100 Chlorsilber aus 25 Proc. Chlor und 75 Silber bestehen, so würden die 11,440 2,860 Chlor enthalten und diese 1,879 Natrium zu Kochsalz gebrauchen = 4,739.

Bei einer anderen Gelegenheit, wo ich zuerst die Menge Salmiak durch Ausziehen mit Alkohol entfernte und dann erst den in Alkohol ungelöst gebliebenen Rükstand glühte, darauf mit Wasser