Text-Bild-Ansicht Band 87

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hinzu. Die Alaunerde scheidet sich dabei als Alaunerdehydrat in Floken ab; sie wurde durch ein gewogenes Filter filtrirt, ausgewaschen, getroknet und gewogen und davon in 5,0 Gr. 0,008 Mgr. oder in 100 = 0,104 gefunden.

Bestimmung der oxalsauren Kalkerde.

Aus der Flüssigkeit, die nach Abscheidung der phosphorsauren Kalkerde und Alaunerde durch Ammoniak und Abfiltriren erhalten wurde, konnte ich nun die Menge Kalkerde, die als oxalsaure Kalkerde im Guanopulver vorkommt, genau abscheiden. Dieses geschah mit einer Auflösung von oxalsaurem Ammoniak, so lange dadurch noch eine Trübung erfolgte. Der Niederschlag, durch ein gewogenes Filter gegossen, mit heißem Wasser ausgewaschen, getroknet und gewogen, und die so erhaltene Menge oxalsaure Kalkerde als die im Guanopulver vorkommende angenommen, ergab in 5,0 Gr. 0,818; dieß beträgt in 100 = 16,360.

Bestimmung des phosphorsauren Ammoniaks.

Nachdem ich nun fast alle die in diesem Guanopulver vorkommenden Körper ausgeschieden und dem Gewichte nach bestimmt hatte, blieb mir nur noch die quantitative Abscheidung des phosphorsauren Ammoniaks übrig, und diese machte hier einige Schwierigkeiten.

Um die Menge desselben zu bestimmen, zog ich 5,0 Gr. mit etwas erwärmtem Wasser aus, dampfte die Auflösung ein und glühte den Rükstand, um alle verbrennlichen Körper wegzuschaffen. Nach dem Glühen wurde eine im Fluß gewesene weiße Salzmasse erhalten, die nach Abkühlung des Platintiegels in viele kleine Stüke zersprang. Mit Wasser übergossen und erwärmt, löste sie sich vollständig zu einer wasserhellen Flüssigkeit auf, die sauer reagirte. Um die durch Glühen entstandenen pyrophosphorsauren Salze in die gewöhnlichen umzuwandeln, erhizte ich dieselben mit Wasser und Salpetersäure, dampfte sie zur Trokenheit ein, löste sie wieder in Wasser auf und versezte die Auflösung nun so lange mit einer neutralen salpetersauren Kalkauflösung und einem kleinen Ueberschüsse von Ammoniak, als dadurch noch ein Niederschlag von Phosphorsaurer Kalkerde erfolgte, filtrirte diesen sogleich durch ein gewogenes Filter, süßte dasselbe mit heißem Wasser aus, troknete den Niederschlag und glühte ihn; es wurden auf diese Weise in 5,0 Gr. 0,697 Mgr. 2/3 phosphorsaure Kalkerde gefunden.

5,0 Gr. gaben 0,697, mithin 100 = 13,940, und diese enthalten 7,443 Phosphorsäure. Ziehen wir von dieser Menge die Phosphorsäure des phosphorsauren Natrons 2,820 ab, so bleiben