Text-Bild-Ansicht Band 88

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um die Flüssigkeit in das Reservoir zurükzubringen, nachdem sie durch den Apparat circulirt hat. Im Boden der Kufe a ist ein mit einem Hahn versehenes Rohr l angebracht, um die Kufe nach der Operation entleeren zu können. Die Wolle oder andere Waare, welche gereinigt werden soll, muß in die Kufe a dicht eingelegt werden und wenn man dann die Pumpe g in Thätigkeit sezt, wird die Flüssigkeit durch sie hindurchgetrieben.

In manchen Fällen ist es vortheilhafter, eine geschlossene Kufe a anzuwenden, wie sie in Fig. 35 im senkrechten Durchschnitt abgebildet ist. Dieselbe ist mit einem durchlöcherten Kolben p versehen, welcher an dem Querhaupt34) q angebracht ist und dessen Stellung in der Kufe mittelst der Schraube r regulirt wird. Dieser Apparat wird nämlich benuzt, wenn man findet, daß das senkrechte Rohr in der Mitte der Kufe die Flüssigkeit zu leicht durchläßt, so daß sie auf die Waare nicht gehörig einwirkt. Durch Drehen der Schraube r drükt man das Querhaupt und den Kolben auf die Waare so weit nieder, daß dieselbe gehörig comprimirt wird. Die übrigen Theile des Apparats sind dieselben wie vorher; f ist nämlich die Speisungsröhre, um die alkalische oder andere Flüssigkeit in die Kufe a einzuführen; g ist die doppelt wirkende Pumpe; das Reservoir, welches die anzuwendende Flüssigkeit enthält, ist in der Zeichnung nicht abgebildet. i ist das Austrittsrohr, durch welches die Flüssigkeit, nachdem sie durch den Kolben passirte, entweicht; an diesem Rohr kann man einen Schlauch anbringen, um die Flüssigkeit wieder in das Reservoir oder irgend ein Gefäß zu leiten. Die Schraube r muß stark genug seyn, um der Waare in der Kufe den gehörigen Druk geben zu können.

Um Wolle zu entschweißen, welche in der Kufe a, Fig. 35 eingedrükt ist, schüttet man die gebräuchliche alkalische Flüssigkeit in das Reservoir. Die Pumpe g treibt dieselbe dann durch die Speisungsröhre f in den unteren Theil der Kufe a. Die Flüssigkeit steigt durch den falschen Boden in die Kufe, dringt durch die darin enthaltene Waare, passirt dann den durchlöcherten Kolben und entweicht endlich durch das Austrittsrohr oder den Hahn i. Sie kann dann durch ein Rohr in das Reservoir zurükgeleitet, daraus wieder in die Kufe gepumpt und so eine beständige Circulation derselben unterhalten werden. Der nämliche Apparat dient auch zum Laugen, Waschen und Bleichen baumwollener Garne und Gewebe mittelst der geeigneten Flüssigkeiten. Durch die so unterhaltene Strömung der Flüssigkeit von Unten nach Oben wird das Auswaschen der Wolle oder sonstigen Waare auf eine zwekmäßigere Weise als nach der bisherigen Methode bewirkt,

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Fig. 36 ist die obere Ansicht des Querhaupts.