Text-Bild-Ansicht Band 106

Bild:
<< vorherige Seite

hat. Mit dem Reflector kömmt die Leuchtkraft ihrer Flamme nahezu derjenigen von zehn solcher Kerzen gleich.

Ferner ergaben Versuche 1) daß diese Lampe ungefähr 12 Stunden leuchtet und nur 200 Gramme (6 2/3 Unzen) Oel verzehrt; 2) daß sie über 8 Stunden mit weißem Licht brennt ohne merkliche Verminderung der Lichtintensität, und wenn die Flamme später an Weiße verliert, sie doch bis am Ende einen sehr starken Glanz behält.

Wird nun die Leuchtkraft einer Carcel'schen Uhrlampe mit 100 ausgedrückt und die einer Stearinkerze mit 14 (nach Peclet), so entspricht der Breuzin'schen Lampe die Ziffer 56; da sie ferner beim Weißbrennen in den ersten 8 Stunden nur 144 Gramme Oel verzehrt, in der Stunde also 18 Gramme, so ergibt sich, daß sie mit obigen Vorzügen auch den vereinigt, hinsichtlich des Oelverbrauchs und der Leuchtkraft den besten nicht mechanischen Lampen gleich zu kommen; ihr Preis von 12 Frcs. ist daher auch kein übermäßiger.

Erklärung der Abbildungen.

Fig. 1 Seitenaufriß der Lampe von polirtem Messing.

Fig. 2 Verticaldurchschnitt derselben nach der Linie A B von Fig. 3.

Fig. 3 Horizontaldurchschnitt derselben nach der Linie C D, Fig. 2.

Fig. 4 und 5 Reflector im Profil und von unten gesehen.

Fig. 6 Dochtträger.

Fig. 7 Schraubencylinder, mittelst dessen der Dochtträger auf- und niedergeschoben wird.

Fig. 8 Zahnrad, unten am Cylinder befindlich.

Fig. 9 und 10 der obere Theil des Schraubencylinders, an welchem die Zange zum Fassen des Dochtes zu sehen ist.

Dieselben Buchstaben bezeichnen in den verschiedenen Figuren dieselben Gegenstände.

A oscillirender Griff zum Aufhängen oder vielmehr zum Tragen der Lampe; er ist auf das Stäbchen a gepaßt.

B Bügel an diesem Griff, welcher sich um Zapfen b dreht, die an dem Reservoir C befestigt sind. Fig. 1 zeigt die Lage dieses Griffs, wenn die Lampe irgendwo steht. Bei der nach oben geneigten Lage des Griffs, wie in Fig. 2, hängt die Lampe an einem in der Mauer befestigten Haken.

Das Reservoir C hat an seiner flachen Seite eine breite Oeffnung zur Aufnahme des Oelganges F an der Flasche D. Die horizontale Seite jenes Reservoirs ist mit einer Oeffnung d versehen, durch welche das von der Flasche Abtropfende hindurchgeht, welches dann durch das