Text-Bild-Ansicht Band 104

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stehen, zapft die klare Flüssigkeit dann vom abgesetzten Schwefeleisen ab und kocht sie in einer bleiernen Pfanne zum Krystallisationspunkt ein. Sollte die klare Flüssigkeit, nachdem sich das Schwefeleisen abgesetzt hat, noch gefärbt seyn, so versetzt man sie mit ein wenig salzsaurem Kalk vor dem Einkochen zum Krystallisationspunkt.

Das Schwefelmagnesium bereite ich folgendermaßen: ich vermenge 60 Gewichtstheile entwässerte schwefelsaure Bittererde mit 40 Theilen fein gepulverten Kohks und setze dieselben beiläufig sechs Stunden lang in einer eisernen Retorte der Rothglühhitze aus; nach dem Erkalten wird die Masse in heißem Wasser aufgelöst und die klare Flüssigkeit angewandt.

XV. Verfahrungsarten um die Zeuge türkischroth zu färben und zu drucken, worauf sich J. Greenwood in Church, und J. Mercer in Oakenshaw, Grafschaft Lancaster, am 22. Jun. 1846 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions, März 1847, S. 158.

I. Zubereitung des Oels um türkischroth zu färben und zu drucken.

Hiezu vermischen wir je 1 Maaß17) concentrirte Schwefelsäure mit 8 Maaß Olivenöl und lassen die Mischung unter häufigem Umrühren zehn Tage lang stehen. Dann vermischen wir sie mit ihrem 3 bis 4fachen Gewicht Wasser, setzen etwas Kochsalz (auf 1 Pfd. angewandter Schwefelsäure 3 bis 4 Pfd. Salz) zu und lassen das Ganze stehen, worauf sich das Oel abscheidet und als klares Oel abziehen läßt; wir wollen dasselbe schwefelsaures Oel A nennen. Jedes Maaß dieses Oels versetzen wir mit neun Maaß Chlornatron. Letzteres bereiten wir auf folgende Weise: wir lassen 16 Pfd. krystallisirte Soda in 5 Pfd. Wasser zergehen, vermischen sie mit 50 Maaß Chlorkalk von 9° Baumé, lassen stehen und ziehen die klare Flüssigkeit ab.

17)

Im Folgenden ist 1 Maaß gleich dem Raum von 2 Pfund Wasser angenommen.