Text-Bild-Ansicht Band 201

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sie während sieben Tagen in heftiger Hitze in Kupolöfen gebrannt und eben so lange abgekühlt. Diese Steine, welche auf dem Bruche grobe, unregelmäßige, graulich-weiße Quarzstückchen, von einer hellbräunlich-gelben, feineren Masse umgeben zeigen, wachsen im Feuer, statt zu schwinden.

Flugasche, Metalloxyde, namentlich stark basische Schlacke, greift die Quarzsteine begierig an. Raschen Temperaturwechsel vertragen sie, wie das auch bei dem Quarz der Fall ist, nicht. Beim Aufbewahren sind dieselben vor Nässe zu schützen.

Betrachten wir die Zusammensetzung und Beschaffenheit der englischen Dinassteine in chemischer wie physikalischer Hinsicht.

Das Rohmaterial, wie es zur Verwendung kommt, enthält im Mittel zweier Analysen von zwei, verschiedenen Punkten entnommenen Gesteinstücken nur 1,76 Proc. fremder Bestandtheile und dem Fabricate daraus sind, wie die quantitativen Bestimmungen nachweisen, noch weniger von dem einen oder anderen Flußmittel absichtlich oder zufällig hinzugefügt.

Als leitendes erstes Princip ergibt sich hieraus, daß die betreffenden Steine so kieselerdereich, als es nur irgend angeht, angefertigt werden.

Trotzdem aber, und im Gegensatze zu dem ähnlichen deutschen, stets merklich thonhaltigen und nicht so schwerschmelzbaren Fabricate zeigt uns das englische einen bedeutend größeren äußeren wie inneren Zusammenhalt. Der englische Quarzstein empfiehlt sich sosort durch die größere Festigkeit, welche derjenigen eines natürlichen Kieselconglomerates sehr nahe kommt. Diese günstige Eigenschaft, wenn auch eine mehr äußere, ist eine besonders erhebliche, da sie einen doppelten Gewinn zur Folge hat.

Nicht allein sind solche, mit festeren Kanten versehene Steine weit transportfähiger, sondern wenn eine größere Dichtigkeit sich hinzugesellt und keine Nisse, wenigstens keine durchgehenden sich einstellen, wird dadurch eine entschieden längere Haltbarkeit im Feuer bedingt. Eine solche feste Continuität, welcher überdieß das Feuer keinen Eintrag thut, ist nur zu erzielen durch eins gewisse Verschmelzung der feinen Theile unter sich wie mit den groben, wobei es aber unerläßlich ist, daß die Verkittung sich bloß auf das Allernothwendigste beschränke, so daß an derselben die innere Masse nicht, und die gröberen Stückchen nur ganz äußerlich Theil nehmen.

Es entsteht dadurch die theoretisch entgegengesetzte Aufgabe größter Schwerschmelzbarkeit der ganzen Masse und wieder schmelzartiger