Text-Bild-Ansicht Band 202

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kein richtiges Mittel geben, weil die Kartoffeln ungleich groß sind, die halbe Anzahl derselben deßhalb nicht auch ihr halbes Gewicht repräsentirt, – ferner weil sehr schwere mit minder schweren Knollen zu Boden sinken, und weil sehr leichte mit minder leichten schwimmen bleiben und man nie weiß, in welchem Verhältniß die specifischen Schweren der zu Boden gesunkenen und der schwimmend gebliebenen zu einander stehen. In Bezug auf Richtigkeit des Resultates muß diese Methode der directen Wägung jedenfalls nachstehen.“ (Gährungschemie, Bd. I S. 313.)

Obgleich die Richtigkeit dieses Urtheiles sofort einleuchtet, so konnte ich mich, doch noch nicht beruhigen; ich wollte vielmehr die Unzuverlässigkeit und die Unrichtigkeiten durch vergleichende Wägungen, durch Zahlen festgestellt sehen. Darum führte ich die nachfolgenden Versuchsreihen aus.

Die Versuchsreihe A wurde ausgeführt mit nicht sortirten Kartoffeln, mit Kartoffeln wie ein Griff mit der Schaufel in einen großen Haufen sie ergab. Zu jeder Versuchsnummer wurden 10 gut gereinigte Kartoffeln angewandt. Das mittlere specifische Gewicht derselben wurde jedesmal erst durch Kochsalzlösung auf oben angegebene Weise ermittelt und dann durch eine directe Wägung mit der hydrostatischen Balkenwaage in der Luft und in Wasser von + 14° R. controllirt.

A. Versuche mit nicht sortirten Kartoffeln.

Textabbildung Bd. 202, S. 87

Diese Versuchsreihe zeigt also mit großer Deutlichkeit die ganze Unzuverlässigkeit dieser Kochsalzmethode.

Aendert man jedoch die Kochsalzmethode dahin ab, daß man zu jedem Versuche nur gleich große Kartoffeln nimmt, so liefert sie Resultate