Text-Bild-Ansicht Band 203

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für schmalhalsige Flaschen anwendet. Bei diesem ist mit dem Kork o ein hölzerner Theil n verbunden, der in der Mitte hohl ist, so daß der Kork im Nothfall mittelst eines Korkziehers herausgezogen werden kann. Der Holztheil n wird oben mit einer Metallkapsel überdeckt, auf welcher Firma etc. angegeben werden kann. Diese Stöpsel werden mittelst Maschinen außerordentlich rasch hergestellt; von den Holztheilen n liefert z.B. ein Mädchen täglich 100 Groß. (Nach Engineering, September 1871, S. 182; aus der deutschen Industriezeitung, 1871, Nr. 47.)

VII. Siemens' Gebläsesystem.

Nach Engineering, November 1871, S. 344.

Mit einer Abbildung auf Tab. I.

Der bekannte Ingenieur C. W. Siemens in London ließ sich vor Kurzem (Patent-Specification 1870 Nr. 3235) ein Patent auf Gebläseapparate ertheilen, welche auch die Zuführung von Luft zu Generatoröfen, in pneumatische Rohrleitungen etc. besorgen sollen.

Das Princip dieser Apparate besteht im Allgemeinen darin, daß irgend ein elastisches Fluidum unter gewisser Spannung durch enge Oeffnungen in eine convergirende Rohrleitung einströmt, hier mit der angesaugten Luftart sich vermischt und hernach durch eine allmählich sich erweiternde Leitung verdichtet in's Sammelgefäß weitergeführt wird.

Die Skizze Figur 5 zeigt ein Dampfgebläse dieser Art, beispielsweise für einen Generatorofen, bei welchem die Lufteinströmung bei B, die Zuleitung des Dampfes aber durch A erfolgt.

(Die Idee, durch Dampf Gebläseluft anzusaugen, hat Woodward schon im Jahre 1865 bei seinem sogen. Dampf-Kupolofen – beschrieben nach beigegebener Zeichnung im polytechn. Journal, 1866, Bd. CLXXIX S. 150 – ausgeführt, aber in der Weise daß ein Dampfstrahl über der Gicht in die Esse geleitet und in Folge davon durch die nach Außen offenen Düsen des Ofens atmosphärische Luft angezogen wird. Anmerk. des Ref.)