Text-Bild-Ansicht Band 203

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Während die eine Oeffnung des rotirenden Ofenherdes mit der wassergekühlten Feuerbrücke zusammenstößt, dient die andere als Einsatz- und als Arbeitsthur (d.h. zum Ausziehen der fertigen Luppen) und wird deßwegen mit der Esse des Ganzen durch einen beweglichen Fuchs verbunden, der an einem beweglichen Schlitten aufgehängt ist.

Eine kleine verschließbare Oeffnung in dem Fuchse B gestattet die Beobachtung des Processes während Alles im Gang ist, und wird ebenfalls mit Wasser gekühlt.

Wenn die Luppen fertig sind, schiebt man den Fuchs bei Seite und bringt die Gabel an die bei der Rotation niederwärts sich bewegende Seite des Apparates, läßt denselben eine Viertelsdrehung machen und rollt auf diese Weise die Luppen auf die Gabel auf.

In Cincinnati hat man Luppen von 650–1000 Pfd. gepuddelt und selbst Chargen von über 1400 Pfd., welche dann in einer Luppe beisammen blieben und hat im Allgemeinen gefunden, daß, obwohl es mit Zuhülfenahme von Handarbeit leicht ist, die Charge zu theilen, es vortheilhafter erscheint, kleine Chargen und diese zu je einer Luppe zu verarbeiten.

Das Zängen der Luppe geschieht in einer Luppenquetsche.

Dieses sind die Hauptumrisse der constructiven Eigenthümlichkeit von dem Danks'schen Ofen und es kommt nun noch der wesentlichste Punkt aller solcher beweglichen Apparate – das Futter.

Es ist klar, daß die bisher vorgeschlagenen Rotationsöfen, z.B. der sonst in jeder Beziehung vortreffliche von Menelaus construirte, nur aus dem Grund keinen Erfolg hatten, weil ein haltbares Futter nicht zu finden war oder weil es beim Drehen des Apparates leicht losbröckelt.

Danks versichert nun, daß seine Fütterungsmethode bessere Resultate gäbe und verfährt folgendermaaßen. Er überzieht zunächst die Armatur mit einem zähen Teig aus gepulvertem Eisenerz und feuerfestem Thon, dann gibt er etwa den fünften Theil der noch nothwendigen Fütterung an gepulvertem Eisenerz hinzu, heizt den Apparat und dreht ihn langsam um, bis das Eisenerz vollkommen geschmolzen ist; in den Sumpf von Eisenerz wirft man nun verschieden große Stücke von Eisenerz, welche 2–6 Zoll über das Bad heraussehen und läßt es erstarren. Dann wiederholt man die Operation und bringt den Sumpf an einer anderen Stelle zum Erstarren, und so fort, bis der ganze Ofen gleichmäßig gefüttert wurde.

Es werden 2–2 1/2 Tonnen Eisenerz gebraucht, um einen Ofen zu 700 Pfd. Charge zu füttern.