Text-Bild-Ansicht Band 204

Bild:
<< vorherige Seite

Das Gas tritt durch die Röhre I und einen Kork L in den Schenkel F, und verläßt denselben durch die Röhre P. Die Mündung der letzteren hat eine Verlängerung in Form eines sehr feinen Kautschukrohres O, in welcher die Nadel des Schwimmers gleitet, und deren Mündung O' beim Steigen des Schwimmers sich gegen das erwähnte Plättchen legt. Das durch die Röhre I anlangende Gas setzt seinen Weg durch die Röhre P, P, P bis zum Brenner Q fort, wo seine Flamme die Temperatur des Mediums M und des Behälters A erhöht.

Aus diesen Anordnungen geht hervor, daß, wenn der Luftbehälter A erwärmt wird, die Nadel I in dem Kautschukrohr O mehr oder weniger steigt, und dadurch den Gaszutritt zu der Röhre P, somit auch die Temperatur im Raume M regulirt. R ist ein Justirungshahn und S eine Kautschukblase, mit deren Hülfe der Gasstrom, mithin auch die Temperatur des Mediums, sich reguliren läßt. In der That, wenn die durch das Thermometer T angezeigte Temperatur den gewünschten Grad übersteigen sollte, so genügt es, den Hahn R zu öffnen und mehr oder weniger auf die Blase S zu drücken, um dadurch den Druck im Behälter A und im Schenkel D zu erhöhen und somit das Steigen des Schwimmers im Schenkel F zu veranlassen. In Folge dieses Vorganges legt sich das Plättchen, aus welchem die Nadel hervorragt, auf die Mündung und mäßigt dadurch den Gaszufluß. Will man dagegen die Temperatur des Mediums M erhöhen, so braucht man nur den Justirungshahn zu öffnen und etwas Luft in die Blase zu lassen. Dadurch vermindert sich die Spannung der Luft in A und D, der Schwimmer G mit seinem Plättchen sinkt herab, und der Gaszufluß wird verhältnißmäßig stärker.

Die Röhre P läßt sich unter Reibung in der Oeffnung des Korkes L verschieben. Je nachdem man sie nun höher oder niedriger stellt, nähert oder entfernt sich die Mündung O' des Kautschukröhrchens O von dem Plättchen des Schwimmers. Und hierin liegt ein zweites Regulirungsmittel.

Es ist wichtig zu bemerken, daß der Behälter A und die U-förmige Röhre sehr weit von einander entfernt seyn können, indem die Länge der verbindenden Röhre keinen Einfluß auf die Ausdehnung oder Zusammenziehung der Luft des Behälters A hat. Die U-förmige Röhre kann in irgend einem Schranke außerhalb des Bereiches jeder Erschütterung aufgestellt werden.

Ich habe die Beobachtung gemacht, daß die bedeutende Vermehrung des Gasdruckes, welche Abends beim Beginn der Beleuchtung stattfindet, und welche den Gasconsum für eine gegebene Oeffnung verdoppelt, die