Text-Bild-Ansicht Band 206

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Nummer
des Versuches
Scheinbare Volumina Holzkohle Volumverlust
in Procenten
vor der Verkohlung nach der Verkohlung
1
2
3
4
5
6
7
30,00
30,00
35,00
27,50
35,00
35,00
35,00
17,00
13,75
17,50
16,00
18,50
17,50
18,00
43,33
54,17
50,00
41,82
47,14
50,00
48,57
Durchschnitt 47,86 Proc.

Daraus ergibt sich, daß 100 scheinbare Volumina Meilerkohle durchschnittlich und in runder Zahl 52 scheinbare Vol. ausgeglühter Kohle liefern.

Nachdem die Holzkohle im Verkohlungsofen gehörig verkohlt und in den Löschcylindern erkaltet ist, wird sie zur Erlangung der erforderlichen Zerkleinerung auf einer Mühle gemahlen.

Diese Mühle besteht aus zwei über einander liegenden Walzenpaaren und einem langen Siebe. Die höher liegenden Walzen sind gestachelt und haben die Aufgabe, alle großen Kohlenstücke vorzubrechen. Sie geben vermittelst einer schiefen Ebene die vorgebrochenen Kohlen an die eigentlichen Zerkleinerungswalzen ab. Diese letzteren sind keilförmig cannelirt, und zwar so, daß die Cannelirung der einen Walze parallel, die Cannelirung der anderen dagegen rechtwinkelig zur Walzenachse steht. Das, was das cannelirte Walzenpaar fallen läßt, besteht aus Pulver und Korn. Dieses Gemisch fällt auf ein langes, nach vorn geneigtes feinmaschiges Drahtsieb, welches sich heftig schüttelt, und wird hier getrennt. Will man keine Trennung von Korn und Pulver haben, so nagelt man einfach einige Bogen Pappe über das Sieb. Die Mühle wird durch die Dampfmaschine bewegt.

In den Spiritusraffinerien ist es bisher üblich, nur das Kohlenkorn und nicht auch das Kohlenpulver zur Filtration anzuwenden. Beim Kohlenmahlen bildet sich eine große Menge Pulver, das also ein Verlust an Filtrirkohle ist und dadurch den Preis des zur Benutzung kommenden Kohlenkornes bedeutend erhöht. Wie groß ist der Mahlverlust?

15 scheinbare Vol. geglühter Kohle geben nach dem Mahlen im