Text-Bild-Ansicht Band 206

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einen Falle 11,83 scheinbare Vol. und im anderen Falle 13 scheinbare Vol., mithin durchschnittlich 12,41 Vol. Kohlenkorn. Sie hatten also eingebüßt 15 – 12,41 = 2,59 Vol.

Aber diese Einbuße ist nur eine scheinbare; in Wirklichkeit ist sie, wie folgende Rechnung zeigen wird, viel größer.

Die 15 Vol. (à 17,4 Pfd.) wogen vor dem Mahlen 261,0 Pfd.
Aus ihnen wurden an Kohlenkorn erhalten 191,1
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Mithin verloren sie an Pulver 69,9 Pfd.

17,4 Pfd. repräsentiren 1 Vol. ungemahlener Kohle, mithin repräsentiren 69,9 Pfd. = 69,9/17,4 = 4,02 Volumina. Die Kohlen erlitten mithin einen wirklichen Verlust von 4,02 Vol. oder 26,8 Vol.-Proc.

Die Differenz zwischen dem wirklichen und dem scheinbaren Verluste zeigt an, daß die Kohlen durch das Mahlen eine Vergrößerung des scheinbaren Volums erfahren haben: 1 Vol. wog vor dem Mahlen 17,4 Pfd., nach dem Mahlen nur noch 15,4 Pfd.

Die Kohle, deren Verlustverhältnisse eben besprochen sind, bestand aus derben, festen, massiven Stücken, die den Stachelwalzen viel zu thun gaben; daher auch der große Verlust. Ganz anders gestalten sich diese Verhältnisse, wenn weniger dichte, kleinstückige Kohlen zur Vermahlung kommen, welche die Stachelwalzen so gut wie gar nicht mehr beschäftigen.

449 Vol. solcher Kohle gaben nach dem Mahlen 380 Vol. Kohlenkorn; sie erfuhren also eine scheinbare Einbuße von 69 Vol.

Die 449 Vol. (à 11,4 Pfd.) wogen vor dem Mahlen 5118,6 Pfd.
und gaben an Kohlenkorn 4484,0
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Mithin verloren sie an Staub 634,6 Pfd.

634,6 Pfd. zeigen nun eine wirkliche Einbuße von nur 634,6/11,4 = 55,67 Vol. oder 12,39 Vol.-Proc. an.

Da in diesem Falle der wirkliche Verlust kleiner als der scheinbare ist, so haben die Kohlen durch das Mahlen eine Verminderung des scheinbaren Volums erfahren: 1 Vol. Kohlen wog vor dem Mahlen 11,4 Pfd., nach dem Mahlen aber 11,8 Pfd.

Der Mahlverlust beträgt im ersten Falle 26,8 Vol.-Proc. und im zweiten Falle nur 12,39 Vol.-Proc. Man ersieht daraus, daß er außerordentlich große Schwankungen machen kann. Die Ursache dieser Schwankungen liegt vorzugsweise in der Größe welche die Kohlenstücke haben, wenn sie den Stachelwalzen preisgegeben werden: je größer die Kohlenstücke, desto größer der Mahlverlust. Man hat deßhalb beim Ankaufe der Meilerkohle stets darauf zu sehen, sie möglichst kleinstückig