Text-Bild-Ansicht Band 206

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ausgestattet, welcher auf eine äußerst einfache Hemmung wirkt. Das Hemmungsrad selbst reagirt, abgesehen von seinen sonstigen mechanischen Functionen, auf eine sehr biegsame Feder, welche zwischen zwei Schraubenspitzen oscillirend, den Unterbrecher bildet. Dieser Anordnung gemäß ist es begreiflich, daß, wenn die Achse des Hemmungsrades von einer Seite des Gehäuses bis zur anderen geht, man an dem einen Ende derselben nur eine Indicatornadel und an dem anderen Ende einen Zeiger als Schlüssel anzubringen braucht, um einen zeichenempfangenden und zeichengebenden Apparat zu erhalten. Zur Vervollständigung des letzteren handelt es sich jetzt nur noch darum, auf den beiden gegenüberliegenden Flächen des Gehäuses zwei Zifferblätter mit den Buchstaben des Alphabetes anzubringen.

Die in natürlicher Größe ausgeführten Abbildungen Fig. 5 und 6 sind zwei parallel zu den Gehäuseflächen geführte Durchschnitte des in Rede stehenden Telegraphen. Die erstere zeigt den signalempfangenden, die andere den signalgebenden Mechanismus; beide befinden sich über einander gelagert in einem und demselben Gehäuse.

A ist die zwischen zwei Spitzen I, J in dem Kloben C oscillirende Armatur, welche die Signale überträgt.

B, B', Elektromagnete.

D, das in dem Kloben E gelagerte Hemmungsrad.

F, Gegenfeder der Armatur.

G, H, Aufhälter zur Regulirung und Begrenzung der Bewegungen der Armatur.

L, ein Knopf, um die Nadel des Receptors aus freier Hand in ihre Anfangsstellung zurückzuführen; ein Druck auf denselben veranlaßt nämlich den Winkelhebel O, in diesem Sinne auf die Armatur zu wirken.

M, N, größere und kleinere Platten, welche das Werk aufnehmen.

P Kloben und R Sperrrad des Manipulators.

Q, S, zwei mit dem Gehäuse fest verbundene isolirte Ringe, an welche die Leitungsdrähte befestigt werden. Zwischen beiden befindet sich ein dritter nicht isolirter Ring, welcher gleichfalls einen Draht aufnimmt. Der Ring Q steht mit der Volta'schen Säule in Verbindung; die beiden anderen communiciren mit den beiden Drähten der Linie, oder mit dem Drahte der Linie und dem in den Erdboden geleiteten Draht.

T, U, Contactschrauben für die Absendung und Empfangnahme der Signale.

V, eine Feder welche dazu dient, eine Stromverbindung entweder mit T oder mit U herzustellen.