Text-Bild-Ansicht Band 206

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X, eine Feder welche die rückgängige Bewegung des Manipulator-Sperrrades verhindert.

In Folge neuerer Modificationen hat Trouvé's Telegraph nur ein einziges Zifferblatt, nämlich das in Figur 7 dargestellte, welches beide Zeiger, den des signalgebenden und den des signalempfangenden Mechanismus enthält. Letzterer Zeiger ist in der Abbildung durch die Querschraffirung seiner einest Hälfte kenntlich. Außerdem wird der Zeiger des Manipulators, wie bei den neueren mit Remontoir ausgestatteten Taschenuhren, mit Hülfe eines innerhalb des Ringes am Bügel angebrachten geränderten Knopfes in Bewegung gesetzt, anstatt mittelst eines in der Mitte des Zifferblattes aufgesteckten Schlüssels. Im Uebrigen ist dieser Apparat wie der mit Bezug auf Fig. 5 und 6 beschriebene eingerichtet.

Zu dem in Rede stehenden Telegraphen gehört:

1) ein Kästchen mit der Batterie, welches wie eine Patrontasche getragen werden kann und zur Befestigung der Transmissionsdrähte, sowie der Drähte des Taschentelegraphen mit Ringen und Haken versehen ist;

2) ein hölzernes Tragreff zur Aufnahme der Spule, auf welche die beiden kautschuküberzogenen und 4 bis 5 Kilometer langen Transmissionsdrähte gewickelt sind, die zur Herstellung einer telegraphischen Verbindung leicht abgerollt werden können. Das Reff ist außerdem mit Ringen und sonstigen Verbindungsstücken ausgestattet, welche nöthig sind, um die Drähte mit der Säule und dem Telegraphen in leitende Verbindung zu setzen.

Handelt es sich um einen festen Posten, so stellt die mit der Transmission und dem Empfang der Depeschen beauftragte Militärperson die Säule auf ein Stativ und hat weiter nichts als den telegraphischen Apparat zu tragen, den sie in die Tasche stecken kann. Das Geräusch der Hemmung genügt als Signal zur Ankündigung einer Depesche. Ist dagegen der Posten mobil, so wird die Säule auf dem Reff selbst, unterhalb der Spule angeordnet, die Telegraphenuhr an der Seite des Reffs aufgehängt und auf eine zweckdienliche Weise mit der Säule und den Leitungsdrähten in Verbindung gebracht. Der Reffträger läßt alsdann im Gehen den Draht von der Spule ablaufen. Ist der ganze Draht abgerollt und der mobile Posten will eine andere Spule nehmen, so braucht er nur den Draht von der ersten Spule loszuhaken und mit der zweiten zu verbinden.

Vorstehendes System ist nichts anderes, als ein fliegender Feldtelegraph für militärische Operationen eines einzelnen in Bewegung begriffenen Armeecorps, und die Leitungsdrähte haben, wie gesagt, eine