Text-Bild-Ansicht Band 208

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Schnur den Schützenschneller Z in Thätigkeit setzt. Der Hebel Y kann nöthigen Falles mittelst einer an seinem linken Ende befestigten Schnur auch aus freier Hand in Bewegung gesetzt werden. Der Schützenschneller Z besteht aus einer horizontalen viereckigen Stange, welche auf einer mit dem Gestelle des Webstuhles verbundenen Console in Lagern gleitet. Eine große federnde Stange a, welche mit dem einen Ende an das Webstuhlgestell befestigt ist, mit dem anderen Ende gegen den hinteren Theil des Schützenschnellers sich lehnt, führt den letzteren jedesmal wieder an seinen Ort zurück, nachdem er in eine Zelle des Kastens gedrungen ist, um die darin befindliche Schütze fortzuschnellen.

b ist eine kleine Stange mit einem Oehr, durch welches die verticale Stange W, X gleitet. Das linke Ende dieser Stange ist mit dem Jacquardgestell durch eine Drahtfeder verbunden, während das andere Ende eine Schnur c aufnimmt, welche über eine Rolle geleitet und an das linke Ende des neben dem Hebel Q angeordneten horizontalen Hebels d befestigt ist. Das rechte Ende des letzteren steht durch eine Schnur e mit der Jacquardmechanik in Verbindung.

Aus vorstehender Einrichtung geht hervor, daß, wenn die Schnur e durch die Jacquardmechanik angezogen wird (was nur vorkommt wenn die Schützen geworfen werden sollen), auch der Hebel d die andere Schnur c anzieht. Dadurch wird die kleine Stange b genöthigt, den Haken der Stange W, X senkrecht über die schräge Schiene des Mechanismus U zu bringen, so daß in dem Augenblicke wo der Arbeiter das Pedal niedertritt, d.h. im Momente wo die Mechanik U in die Höhe geht, der von dieser Schiene ergriffene Haken die Stange W, X mitnimmt. Hieraus folgt, daß auch der Hebel Y, Y' in die Höhe geht, der mit ihm verbundene Schützenschneller Z in die betreffende Zelle des Schützenkastens dringt und die Schütze durch das von den Schäften gebildete Fach treibt. Wenn die Jacquardmechanik am Ende ihres Hubes angelangt ist, so macht der Krummhebel V in Folge der Wirkung seiner unteren, bei dieser Lage gespannten Feder, eine kleine Winkelbewegung, welche die schräge Schiene veranlaßt den Haken der Stange W, X loszulassen. Da nun die letztere nicht weiter zurückgehalten wird, so sinkt sie und mit ihr der Hebel Y, Y' herab, und der Schützentreiber Z zieht sich unter dem Einflusse der großen Feder a aus der Schützenzelle an seinen Ort zurück. Beim Niedersteigen der Jacquardmechanik, d.h. wenn der Arbeiter seinen Fuß vom Pedal zurückzieht, drückt die schräge Schiene, wie oben erwähnt, auf die Stange T, worauf der Hebel S durch Vermittelung der Schnur R. die Hakenschiene N hebt. Dadurch wird dem Prisma H eine Viertelsdrehung ertheilt, und der Schützenkasten gerade so weit