Text-Bild-Ansicht Band 208

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jedes Rohres sind Flantschen gegossen, deren Flächen B trompetenförmig sich erweitern, und an deren Rändern Rinnen A zur Aufnahme einer geeigneten Liderung angebracht sind.

Die mit einander zu verbindenden Enden zweier Röhren werden von einer metallenen Büchse umschlossen, welche in zwei Hälften von der in Fig. 7 dargestellten Form gegossen sind. Das Innere der Büchse besteht aus zwei sphärischen Kammern, worin die Röhrenenden frei, und vermöge der Packung wasserdicht sich bewegen. Die beiden Büchsenhälften werden mittelst vier Schrauben fest an einander geschraubt. Ein in die Rinne C (Fig. 9) gelegter Packungsring macht die Fuge wasserdicht.

Sollte nun an der unteren Seite der in den Fluß versenkten Röhre ein Leck entstehen, welcher bei dem alten Kuppelungssystem die Hebung der ganzen Röhre nöthig machen würde, so braucht man nur die Büchse aufzuschrauben, die obere Hälfte derselben abzunehmen, und die auf diese Weise bloßliegenden Röhrenenden mit einer neuen Liderung zu versehen; oder man kann auch die andere Kuppelung losmachen, das ganze Rohr herausheben und durch ein neues ersetzen.

XXXI. Die Kiesler'sche hydraulische Dampfpresse zur Appretur wollener und halbwollener Gewebe.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Bei dem kolossalen Aufschwunge welchen vorzüglich in den letzten Jahren die Wollen- und Halbwollen-Industrie genommen hat, wurde der Appreteur durch die Massenfabrication dieser Webwaaren gezwungen, die Handarbeiten mehr und mehr durch Maschinen ausführen zu lassen, um eine raschere und bedeutend gleichmäßigere Production zu erzielen. Auch das Pressen der Wollen- und Halbwollengewebe und die dazu verwendeten Apparate haben in Folge dessen bedeutende Verbesserungen erfahren.

Das Pressen dieser Waaren bildet die letzte Procedur welche sie durchzumachen haben, bevor sie in den Handel gelangen. Dasselbe hat zum Zweck, den Geweben einen bedeutenden Glanz oder Lüster, und somit ein schönes, dem Auge wohlgefälliges Ansehen zu verleihen. – Durchgängig wird zu diesem Behuf eine heiße Platte auf dem Tische einer Presse angebracht, auf diese Platte eine Partie Waare, mit dazwischen