Text-Bild-Ansicht Band 209

Bild:
<< vorherige Seite

Aus diesem Gefäß gelangt das Wasser, welches den Niederschlag suspendirt enthält, auf die Filter, deren Zahl je nach der Menge des zu präparirenden Wassers verschieden groß ist. Die Einrichtung der Filter ergibt sich aus Fig. 3.

Das Filter A besteht aus Eisenblech oder Gußeisen. Der sphärische Deckel B aus Gußeisen ist luftdicht auf eine am oberen Ende des cylinderförmigen Theiles des Filters angenietete Kehlrinne g durch einige Schrauben aufgesetzt und kann leicht entfernt werden, wenn die Filter gereinigt werden sollen. Zu diesem Behufe wird das Rohrende von C entfernt, die Schrauben gelüftet und mittelst eines kleinen Flaschenzuges der Deckel gehoben und so dem Arbeiter die Möglichkeit gegeben das Filter zu entleeren. Die filtrirende Masse: Hobelspäne und Kohksabfälle aus Gasfabriken, werden nun auf folgende Art in das Filter gebracht:

In einem geringen Abstand vom Boden des Filters befindet sich ein Rahmen a, der ein Rohrgeflecht trägt. Auf dieses werden etwas größere, gut durch Absieben gereinigte Hobelspäne fest eingedrückt. Auf diese Schichte wird ein ähnlicher Rahmen b wie früher gelegt. Um diesen Rahmen fest zu drücken, damit beim Filtriren das Wasser nicht zwischen der Wand des Filters und der Filtermasse durchdringt, was ein Heben und Auflockern der filtrirenden Schicht zur Folge hat, wird auf denselben ein federndes Holzband c gelegt. Dasselbe besteht aus einem 8–9 Zoll breiten und 1 1/2 Zoll dicken Pfosten, welcher zu 2/3 auf seiner breiten Seite eingesägt ist und hierdurch biegsam wird. Dieses Band legt sich, wenn es naß wird, so fest an die Filterwand, daß der darunter liegende Rahmen vollkommen befestigt ist. Der übrige Theil des Filters wird nun ganz mit einem Gemenge von Hobelspänen und Kohks-Abfällen angefüllt. Die ganze Masse wird hierauf sehr fest getreten und mit dem Deckel abgeschlossen. An den Filtern sind ferner am oberen Deckel bei e und am unteren bei d Probirhähne angebracht, um den Gang des ganzen Apparates genau controlliren zu können. Die Höhe dieser Filter beträgt gewöhnlich 1 Meter, der Durchmesser ebenfalls 1 Meter.

Handelt es sich darum, größere Quantitäten Wasser bloß zu filtriren, so wählt Bérénger statt der cylindrischen Form die conische und gibt den Filtern größere Dimensionen und zwar 1 1/2 Meter Höhe und 2 Meter Durchmesser.

Alle Röhren und Apparate sind derart construirt, daß man dieselben leicht auseinandernehmen und sie vollständig reinigen kann.

Soll das Wasser durch zwei chemisch wirkende Mittel gereinigt werden, welche nicht gleichzeitig angewendet werden sollen, z.B. mit Kalkwasser